Perfektionismus und Multitasking: Wenn sich der eigene Leistungsanspruch nicht erfüllen lässt

Größer! Besser! Schneller! Mehr! – Karriere! Kinder! Wohlstand! Für unsere Gesellschaft ist das Streben nach dem Ideal scheinbar eine unverzichtbare Grundlage. Doch wenn die (eigenen) Ansprüche zu hoch werden, drohen psychische Probleme. Besonders dann, wenn man bei der Beurteilung der eigenen Leistung die Rahmenbedingungen außer Acht lässt.

Perfektionisten setzen hohe persönliche Standards. Ihr Streben nach dem optimalen Ergebnis ist der Traum eines jeden Arbeitgebers – denn nur das Beste ist im Job gut genug. Die Kehrseite der Medaille: Mit einem hohen Maß an Perfektionismus gehen oft starke Selbstzweifel einher. Und viel häufiger als „Normalos“ werden sehr ehrgeizige Menschen von Angst vor dem Versagen und schlechter Bewertung gequält. So fürchten zum Beispiel viele Berufstätige den Verlust des Arbeitsplatzes, wenn es ihnen nicht gelingt, das Optimum aus einem Projekt herauszuholen. Im Extremfall können solche Sorgen zu chroni-schem Stress und Schlafstörungen führen.

Working Moms stehen unter besonderem Druck

Auch viele Mütter, die den Spagat zwischen Beruf und Familie schaffen wollen oder müssen, werden häufig von Versagensängsten geplagt. Schnell entsteht zwischen Job und Kindererziehung das Gefühl, keine der Aufgaben angemes-sen erfüllen zu können. Ruft beispielsweise während der Arbeit die Tagesmut-ter im Büro an, weil der Nachwuchs Bauchweh hat, ist die Konzentration erst mal dahin. Stattdessen bekommt man selbst Bauchschmerzen: Wäre es nicht besser, bei den Kindern zu bleiben? Auch den Kollegen gegenüber haben viele Working Mums ein latent schlechtes Gewissen, weil sie oft in Teilzeit arbeiten. Der Druck, der so entsteht, lastet schwer auf den Betroffenen. Selbstzweifel, Anspannung, Nervosität, Gereiztheit und Schlafstörungen bis hin zum Burnout können die Folgen sein.

Die eigene Leistung realistisch beurteilen

Zu viel von sich zu erwarten, führt zwangsläufig zu Überforderung. Um die eigene Leistung realistisch einschätzen und mit sich zufrieden sein zu können, ist es wichtig, nicht nur das Ergebnis, sondern auch die persönlichen Rah-menbedingungen ins Kalkül zu ziehen: Wer zum Beispiel kleine Kinder hat, kann sich sehr wahrscheinlich nicht voll und ganz dem Beruf widmen. Wer das nicht erkennt und versucht, in Teilzeit genauso viel zu schaffen wie die Kolle-gen in Vollzeit, brennt früher oder später aus. Umgekehrt: Wer neben der Fa-milie die Karriere weiterverfolgt, verpasst wohl oder übel das eine oder andere Ereignis im Leben seiner Kinder. Plagt man sich ständig mit einem schlechten Gewissen, wird der Druck immer größer.

Die eigentliche Arbeit beginnt oft nach Dienstschluss

Die Überlegung der Verhältnismäßigkeit gilt auch für „normale“ Arbeitnehmer: Wer zum Beispiel ständig durch Telefonklingeln, E-Mails oder Fragen der Kol-legen bei der Arbeit unterbrochen wird, braucht für Aufgaben einfach länger, schafft weniger und macht mehr Fehler. Eine belastende Situation: Denn An-gestellten sitzt meist der Chef, Selbständigen oft die Sorge um bedeutendere Aufträge im Nacken. Trotzdem lässt sich meist nicht viel an der Situation än-dern. Welches kleine oder mittelständische Unternehmen kann schon jedem Mitarbeiter ein eigenes, ruhiges Büro zur Verfügung stellen? Wie sollte man langjährige Kunden an neue, eingeschränkte Telefon- und E-Mail-Zeiten ge-wöhnen? Viele dehnen darum ihre Arbeitszeiten auf den Feierabend oder so-gar das Wochenende aus, um endlich in Ruhe zu arbeiten und ihr Soll erfüllen zu können. So beginnt oft eine chronische Stressspirale.

Limitierende Faktoren erkennen und akzeptieren

Unveränderbare Einschränkungen zu erkennen, ist wichtig, um die eigene Leistung realistisch einschätzen zu können. So kann sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, um weniger von der positiven Bewertung An-derer abhängig zu sein. Lassen sich limitierende Umstände nicht ändern, kann es zudem hilfreich sein, die eigenen Ziele ein wenig nach unten zu korrigieren und sich auch einmal mit 120 statt 150 Prozent zufrieden zu geben. Denn mehr noch als um Perfektion sollte es dem Einzelnen um Werte wie persönliche Zufriedenheit – und nicht zuletzt eine gute Gesundheit – gehen.

Sinnvoll mit Stress und Anspannung umgehen

Entspannung und guter Schlaf sind die beste Grundlage, um mit großen Be-lastungen souverän umzugehen. Das natürliche Arzneimittel Neurexan® (re-zeptfrei, Apotheke) kann eine wertvolle Unterstützung sein. Es entspannt in akuten Stresssituationen rasch – ohne die Aufmerksamkeit und das Konzent-rationsvermögen zu beeinträchtigen. Die einzigartige Wirkstoffformel vereint Extrakte aus Blüten und Blättern der Passionsblume (Passiflora incarnata), blühendem Hafer (Avena sativa), getrocknetem Kaffeesamen (Coffea arabica) in homöopathischer Dosierung mit der Wirkkraft von Kristallen, die in der Baldrianwurzel vorkommen (Zincum isovalerianicum). So wird das innere Gleichgewicht wiederhergestellt und das Nervenkostüm gestärkt. Abends, etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen, hilft das natürliche Arzneimittel, leichter in einen erholsamen Schlaf zu finden.

Kompetenter persönlicher Rat

Konkrete Hilfe erhalten Menschen mit Stressbelastung bei der kostenlosen Stress-Helpline 08000 - 14 28 42. An jedem Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr beantworten hier auf das Thema Stress spezialisierte Ärzte und Psycho-logen die Fragen der Anrufer.

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