Schwindel – was tun? Bei Gleichgewichtsstörungen von Anfang an richtig handeln

Schwindelbeschwerden sind vor allem im höheren Alter keine Seltenheit. Wenn sich die Welt ganz plötzlich dreht, der Boden schwankt und die Sicht verschwimmt, ist das für die Betroffenen sehr beängstigend. Oft herrscht Unsicherheit, was bei wiederholt auftretendem Schwindel zu tun ist – und welchen Arzt man aufsuchen sollte. Auch die Angst vor einer möglichen schweren Erkrankung verunsichert viele Betroffene. Dabei ist Schwindel im Alter meist harmlos und gut in den Griff zu bekommen, wenn man frühzeitig einen Spezialisten aufsucht.

Wer unter Schwindelbeschwerden leidet, ist damit in guter Gesellschaft: Etwa jeder dritte Bundesbürger erlebt Schätzungen zufolge irgendwann in seinem Leben mindestens einen Schwindelanfall. Vor allem im Alter nimmt die Schwindelneigung stark zu. Bei den über 80-Jährigen ist Schwindel eine der am häufigsten geschilderten gesundheitlichen Beschwerden1, jeder Dritte leidet darunter2.

Symptom mit vielen Gesichtern: Schwindelbeschwerden

Drehschwindel, Schwankschwindel, Liftschwindel: Schwindel ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, das in unterschiedlichen Formen auftritt und das, je nach Ursache, unterschiedlich behandelt werden muss. Physiologischer Schwindel wie Höhen- oder Bewegungsschwindel etwa entsteht durch eine visuelle Wahrnehmung oder durch einen Beschleunigungsreiz auf das Gleichgewichtsorgan. Typisch für den sogenannten phobischen Schwankschwindel sind zum Beispiel Schwindelepisoden beim Anblick von Treppen, Brücken, Tunneln, leeren Räumen oder in sozialen Situationen wie im Restaurant oder Kaufhaus – eben Lebenslagen, die für ängstliches Unbehagen sorgen und Betroffene buchstäblich den Halt verlieren lassen. Organische Schwindelleiden werden grob in vestibulären und nicht-vestibulären Schwindel sowie in eine Vielzahl spezifischer Unterarten unterteilt.

Diagnose nach dem Ausschlussprinzip

Der Experte Privatdozent Dr. Mark Obermann, Direktor des Neurologischen Zentrums der Asklepios-Kliniken Schildautal in Seesen rät Schwindelbetroffenen: „Gehen Sie am besten erst einmal zu Ihrem Hausarzt.“ Hier bekommt man meist zeitnah einen Termin und der Hausarzt kennt die medizinische Vorgeschichte. Durch gezielte Fragen kann er die Art des Schwindels im Normalfall gut einordnen. Folgende Auskünfte sollten Betroffene geben können: Handelt es sich um Schwindelanfälle oder ein dauerndes Schwindelgefühl? Bestehen neurologische Probleme, Ohrenbeschwerden oder andere Begleitsymptome? Lässt sich der Schwindel durch eine bestimmte Körperhaltung oder Bewegung auslösen oder verstärken? Wichtig sind auch Informationen zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten, denn oft werden Schwindelbeschwerden auch durch die Einnahme von Arzneimitteln (mit-)ausgelöst. Besonders wichtig ist es, dass organische Ursachen wie neurologische Erkrankungen oder Störungen des Herz-Kreislauf-systems sicher ausgeschlossen werden können.

Wieder mehr Stabilität und Lebensqualität

Vor allem bei älteren Patienten können Schwindelgefühle im Zusammenhang mit Begleiterkrankungen wie Blutdruckschwankungen, Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen stehen. Dies gilt es abzuklären. Bei Schwindelerkrankungen hat sich neben einem gesunden Lebensstil und regelmäßigem Gleichgewichtstraining das natürliche Arzneimittel Vertigoheel® mit den vier Inhaltsstoffen Kokkelskörner (Anamirta cocculus), Schierling (Conium maculatum), grauer Amber (Ambra grisea) und Steinöl (Petroleum rectificatum) bewährt. Vertigoheel® kann bei allen Arten von Schwindel zur Akuttherapie eingesetzt werden. Da es gut verträglich ist und nicht dämpfend wirkt, ist das natürliche Antivertiginosum aber auch zur langfristigen Einnahme bei chronischen Beschwerden bestens geeignet.

Bei anhaltenden Beschwerden zum Spezialisten

Bleiben die Beschwerden bestehen, rät der Experte dazu, ausgewiesene Schwindelspezialisten zu konsultieren: „Das kann ein niedergelassener HNO oder Neurologe sein. Was man vermeiden sollte, sind viele unterschiedliche Arztbesuche aller Fachrichtungen. Wenn der Facharzt nicht weiterkommt, sollte man sich an ein spezialisiertes Zentrum wenden.“ Schwindelzentren oder -ambulanzen gibt es insbesondere an größeren Universitätskliniken, zum Beispiel in München, Essen, Berlin oder Jena. Ein Verzeichnis von neurologischen Kliniken mit Schwindelzentrum finden Betroffene beispielsweise auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter www.dgn.org.

Wissenswertes zum Besuch im Schwindelzentrum

►Für den zuvor telefonisch vereinbarten Termin sollte man sich möglichst den ganzen Tag, mindestens aber vier bis sechs Stunden Zeit nehmen.

►Nüchternheit ist für die Untersuchungen normalerweise nicht erforderlich – im Zweifelsfall vorher nachfragen.

►Für eine möglichst umfassende Anamnese ist es ratsam, alle bisherigen Befunde sowie MRT-Aufnahmen und Arztbriefe mitzubringen.

►Bereits einige Wochen vor dem Termin ein Schwindeltagebuch zu führen, ermöglicht dem behandelnden Arzt einen konkreten Überblick über die Häufigkeit, Dauer und Intensität der Beschwerden.

►Wer Medikamente einnehmen muss, sollte diese für den Arztbesuch auflisten.

Weitere Informationen im Internet unter www.schluss-mit-schwindel.de

Quellen:

1 Pharmazeutische Zeitung online: Schwindel hat viele Ursachen, http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=26702, September 2015

2 Fabian Seyfried: „Schwindel“, NetDoktor, http://www.netdoktor.de/symptome/schwindel/, 9. September 2015

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