Tag der inneren Balance 2014

Der Schlaf der Frauen

Über Ein- und Durchschlafprobleme klagen hierzulande circa fünf

Millionen Deutsche.1 20 Prozent leiden zusätzlich unter schlechter Schlafqualität.2 Von Schlafstörungen, gefolgt von starker Erschöpfung am Tag (Insomnie), sind doppelt so viele Frauen wie Männer betroffen.2 Häufig beeinflusst der weibliche Hormonhaushalt den Schlaf. Doch auch Stress bringt ihn aus dem Takt. Der „Tag der inneren Balance“ am

10. Oktober 2014 soll für die gesundheitlichen Folgen von Stress sensi-bilisieren. Auf dem Weg zu mehr Gelassenheit spielt guter Schlaf eine Schlüsselrolle.

In der Nacht vollzieht der Körper lebensnotwendige Erholungsprozesse. Pro Sekunde werden rund 10 Millionen Körperzellen erneuert. Auch die geistige Regeneration läuft auf Hochtouren: Die Erlebnisse des Tages werden verar-beitet, neues Wissen verfestigt. Dass Frauen deutlich öfter Schlafprobleme haben als Männer, hängt auch mit hormonellen Veränderungen in den ver-schiedenen weiblichen Lebensphasen zusammen.

Der Schlaf der Frau ist besonders

Frauen schlafen generell länger als Männer. Während diese schnell einschla-fen können, brauchen Frauen dafür jedoch meist mehr Zeit. Für den eher un-ruhigen Schlaf vor der Periode ist das weibliche Hormon Progesteron verant-wortlich. Es wird vermehrt in der zweiten Zyklushälfte ausgeschüttet, um eine eintretende Schwangerschaft zu schützen. Außerdem hat es eine schlafför-dernde Wirkung. Wird keine Eizelle befruchtet, sinken die Progesteronspiegel, um die nächste Menstruation einzuleiten. Der schlafunterstützende Effekt lässt spürbar nach.

Schlafräuber Wechseljahre

In den Wechseljahren sinken zunächst die Progesteronspiegel, später auch die Östrogenspiegel. Auf die Hormonumstellung folgen für viele Frauen nächtliche Hitzewallungen und Schweißausbrüche. „Frauen in den Wechseljahren schlafen meistens weniger als früher“, so der Schlafforscher Professor Dr. Jürgen Zulley, Regensburg. „Manchmal kommen Atemaussetzer hinzu, Schlafapnoe genannt.“ Zwischen 45 und 54 Jahren leidet rund ein Drittel der Frauen unter massiver Tagesmüdigkeit durch schlechten Schlaf, der soge-nannten Insomnie. In der Altersgruppe ab 75 sind es mehr als 40 Prozent, bei den Männern dagegen nur 20 Prozent.

Erholungshormone lieben Tiefschlaf

Zu den schweren gesundheitlichen Folgen einer chronischen Insomnie zählen Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch ist für die vollständige Erholung in der Nacht die Schlafdauer nicht so ausschlaggebend wie oft angenommen. „Bei zwischen fünf und neun Stunden Schlaf ist alles normal“, sagt Professor Zulley. „Die entscheidende Rolle spielt die Schlafqua-lität, vor allem in Tiefschlafphasen. Sie treten in den ersten vier bis fünf Stun-den des Schlafes auf.“ Dann werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die für die Zellerneuerung und Regeneration sorgen.

Stress unterbricht den Schönheitsschlaf

Fehlt dieser Tiefschlaf über längere Zeit, wird das durch dünner werdende Haut, Falten und steigendes Körpergewicht sichtbar. Das Stresshormon Kor-tisol, der natürliche Gegenspieler des Wachstumshormons, gehört zu den Mit-verursachern. Im Normalfall leitet Kortisol in den frühen Morgenstunden das Aufwachen ein. Bei vermehrtem Stress wird es jedoch bereits in der ersten Nachthälfte ausgeschüttet. Wie aktuelle Studien zeigen, sind nächtliche Grü-beleien über ungelöste Probleme oder Unerledigtes die Folge.3 Frauen mit einer Doppelbelastung aus Familie und Beruf liegen besonders häufig stun-denlang wach. Bis zu 61 Prozent der erwerbstätigen Mütter fehlt eine ausrei-chende Erholung.4

Welche Risiken bergen Schlafmittel?

Um Ruhe zu finden, greifen Frauen doppelt so häufig zu Schlafmedikamenten wie Männer. Gängige Substanzen wie Benzodiazepine haben aber ungünstige Effekte. Sie beeinflussen die natürlichen Schlafphasen negativ und reduzieren das Hormon Melatonin, das den Schlaf aufrechterhält. Schlafexperten wie Professor Zulley empfehlen in erster Linie die Pflege der Schlafkultur. Feste Schlafenszeiten und Rituale, wie etwa leise Musik zu hören, stabilisieren den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Ruhe am Abend fördert den Schlaf

Einen positiven Effekt bei stressbedingten Schlafproblemen hat die klare Trennung zwischen Alltag und Feierabend. Hilfreich ist es, sich bewusst zu machen, dass die Ruhe am Abend mindestens so wichtig ist wie die Pflichten des Tages. Der Abend sollte frei von Hektik sein und genussvoll gestaltet werden. Wer seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, entspannt automatisch und findet auch leichter in den Schlaf.

Natürlich zum inneren Gleichgewicht

Bei der medikamentösen Behandlung sollte darauf geachtet werden, dass das physiologische Schlafprofil nicht beeinträchtigt wird und es zu keinem Abhän-gigkeitssyndrom sowie Hangover am nächsten Tag kommt, erläutert der All-gemeinarzt Dr. Rainer Hübner aus Landau. Natürliche Arzneimittel können hingegen dabei helfen, rasch und auf natürliche Weise zu entspannen. Um Schlafstörungen und eine damit einhergehende Gereiztheit am Tag nicht zur Regel werden zu lassen, empfiehlt sich eine gut verträgliche, natürliche Wirk-stoffkombination wie etwa Neurexan® (rezeptfrei in Apotheken). Es stellt rasch das innere Gleichgewicht wieder her – ohne aber die Fahrtauglichkeit und das Konzentrationsvermögen zu beeinträchtigen. Bereits tagsüber eingenommen, kann die einzigartige Wirkstoffkombination aus Passionsblume, Hafer, Kaffee-samen und dem Zinksalz der Baldriansäure nervöse Unruhe lindern. So verhilft das natürliche Arzneimittel auch zu einer besseren Schlafqualität.

Tipp: Nicht immer sind Schlafprobleme behandlungsbedürftig. Wenn sie je-doch länger als vier Wochen andauern, praktisch jede Nacht auftreten und tagsüber die Leistungsfähigkeit und Befindlichkeit deutlich einschränken, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Weitere Informationen und Tipps für einen guten Schlaf unter: www.entspannung-und-beruhigung.de und www.tipps-gegen-stress.de.

Quellen:

1 J. Zulley: Mein Buch vom guten Schlaf, Goldmann, 2005; S. 350

2 Bundesgesundheitsblatt Nr. 56:740-748, Deutsche DEGS1 Studie des Robert-Koch-Instituts: „Häufigkeit und Verteilung von Schlafproblemen und Insomnie in der deutschen Erwachsenenbevölkerung“, DOI 10.1007/s00103-013-1689-2; 2013

3 M. Gerber: Schlafstörungen durch Stress, Psychiatrie & Neurologie (4), 2012; S. 5-9

4 DAK Forschung: Gesundheitsreport 2014. Die Rushhour des Lebens. IGES Institut GmbH, Berlin, 2014; S. 83 „Gesundheit im Spannungsfeld von Job, Karriere und Familie“