Wenn die Welt plötzlich Karussell fährt: So kommt man Schwindel auf die Spur

Ganz plötzlich verschwimmt die Sicht und man hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Oder alles dreht sich und man muss sich setzen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Schwindel tritt in verschiedenen Formen völlig unerwartet auf oder wird in besonders schlimmen Fällen sogar zum Dauerzustand. Für die Betroffenen bedeutet Schwindel in jedem Fall eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Daher ist es wichtig, den Ursachen auf die Spur zu kommen und so nach Möglichkeit Abhilfe zu schaffen.

Schwindel betrifft meist ältere Menschen – aber nicht nur. Schätzungen zufolge erlebt ungefähr jeder sechste Bundesbürger bereits in jungen Jahren eine schwere Schwindelattacke1.

Bei Schwindel zuerst zum Hausarzt

Glücklicherweise stecken in den meisten Fällen keine ernsthaften Ursachen wie neurologische Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme hinter den Beschwerden. Doch um diese sicher ausschließen zu können, sollte man bei Schwindelbeschwerden in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Der Experte Privatdozent Dr. Mark Obermann, Direktor des Neurologischen Zentrums der Asklepios-Kliniken Schildautal in Seesen, rät Betroffenen zunächst zur allgemeinärztlichen Abklärung: „Gehen Sie am besten erst einmal zu Ihrem Hausarzt.“ Hier erhalten Schwindelpatienten rasche Hilfe – meist in Form einer Bewegungstherapie in Verbindung mit einer medikamentösen Behandlung.

Übungen zur Stärkung des Gleichgewichts

Mit speziellen Blickfolgeübungen lassen sich die Koordination und der Gleichgewichtssinn verbessern. Gleichzeitig lernt das Gehirn, mit Schwindel besser umzugehen. Zehn wichtige Übungen im Liegen, Sitzen und Stehen sind in dem kostenlosen Übungsposter „Schwindel-Übungen für zu Hause“ zusammengefasst. Kurze Anleitungstexte erläutern die einzelnen Übungen, die anschaulich bebildert sind. Das kostenlose Trainingsposter kann unter www.schluss-mit-schwindel.de heruntergeladen werden.

Was passiert bei der Untersuchung?

Erst dann, wenn keine Besserung unter der vom Hausarzt vorgeschlagenen Therapie eintritt, ist laut Obermann eine Überweisung zum Facharzt bzw. in ein Schwindelzentrum sinnvoll. Für die Diagnose sind insbesondere Dauer und Art des Schwindels richtungsweisend, aber auch die Frage danach, ob Schwindel durch Lageänderung in bestimmten Situationen entsteht und ob die Beschwerden von weiteren Symptomen wie Beeinträchtigung des Hörvermögens, Ohrendruck, Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder Kopfschmerzen begleitet werden. Mit klinischen Funktionstests – zum Beispiel der Prüfung der Augenbewegung, Gang- und Stand-Tests – lässt sich eine Störung des Gleichgewichtsorgans zuverlässig ausschließen.

Schwindeltagebuch erleichtert die Diagnose

Nicht immer ist ein konkreter Befund schnell gestellt. Mitunter nimmt die Suche nach der Ursache von Schwindel einen längeren Zeitraum in Anspruch. Um die Diagnose zu erleichtern, kann es bei anhaltenden Schwindelbeschwerden sinnvoll sein, ein Schwindeltagebuch zu führen. Hier sollten alle Schwindelanfälle festgehalten werden. Wichtiges Kriterium ist dabei unter anderem die Art des Schwindels – etwa Dreh-, Schwank- oder Liftschwindel. Auch die Auslöser, die Dauer und die Stärke des Schwindels sollten festgehalten werden. Die Aufzeichnung der Beschwerden kann nützlich sein, um der Ursache von Schwindel auf die Spur zu kommen.

Studie beweist Effekt natürlicher Wirkstoffe

Häufig lassen sich, vor allem bei älteren Patienten, Schwindelbeschwerden mit regelmäßigem Gleichgewichtstraining in Kombination mit einer medikamentösen Therapie – etwa Vertigoheel® – bessern. Das natürliche Arzneimittel mit den Inhaltsstoffen Kokkelskörner (Anamirta cocculus), Schierling (Conium maculatum), Grauer Amber (Ambra grisea) und Steinöl (Petroleum rectificatum) kann als Akut- und Langzeittherapie bei allen Arten von Schwindel eingesetzt werden. In einer Beobachtungsstudie mit rund 2.100 Patienten bewerteten 87 Prozent der Ärzte und 89,7 Prozent der Patienten die Wirksamkeit von Vertigoheel als „sehr gut“ oder „gut“. Die Verträglichkeit stuften 99,6 Prozent der Ärzte und Patienten als „sehr gut“ oder „gut“ ein.

Weitere Informationen im Internet unter www.schluss-mit-schwindel.de

1 Fabian Seyfried: „Schwindel“, NetDoktor, 9. September 2015, http://www.netdoktor.de/symptome/schwindel/

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