Calcium iodatum

Deutsche Stoffbezeichnung: Kalziumiodid

Verwendet wird Calciumiodid, CaI2 · 4 H2O, MG 366,0. Der Gehalt entspricht den Anforderungen des gültigen HAB.

Die Hauptindikationen sind: Chronische Drüsenverhärtungen, Struma parenchymatosa. Tonsillarhypertrophie.

Durch die Jodkomponente wird eine Aktivierung der Verbrennungsvorgänge und der Bindegewebsfunktion erzielt. Daher ist Calcium jodatum in manchen Fällen dem Calcium carbonicum vorzuziehen.

Die Anwendung wird empfohlen bei Parotishypertrophie, Stockschnupfen, Polypen, Bronchitis, Pleuritis exsudativa, Patellarhygrom, chronischen Knocheneiterungen, Adenomen der Brustdrüsen, Hydrocephalus chronicus, Fazialislähmung, Conjunctivitis phlyctaenulosa, Ulcera corneae bei skrofulösen Kindern, die auch sonst geschwollene Tonsillen und Nackendrüsen aufweisen, ebenso bei Blepharitis, bei eitriger (chronische) Otitis mit Knochenerkrankung und Schwerhörigkeit, bei Galaktorrhö nichtstillender Frauen (wenn hier Pulsatilla versagt).

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Calcium jodatum die folgenden Hauptindikationen im Bundesanzeiger veröffentlicht: Lymphknotenvergrößerung. Mandelschwellung. Chronische Mittelohrvereiterung. Erkältungsneigung. Kropfleiden. Krampfadergeschwüre.