Chamaelirium luteum

Deutsche Stoffbezeichnung: Helonias dioica

Verwendet wird der frische Wurzelstock der in Nordamerika vorkommenden Stammpflanze: Chamaelirium luteum (L.)/Liliaceae.

Die Hauptindikationen sind: Melancholie und Depression: Albuminurie und Diabetes. Uterussenkung. Fluor dunkel, übelriechend. Vaginitis. Muskelrheumatismus mit brennenden Schmerzen, besser bei Bewegung. Mattigkeit.

Durch das ganze Mittel zieht sich eine ungewöhnliche Kraftlosigkeit, Schwäche und Erschöpfung bei reizbarer Gemütsstimmung, Ärgerlichkeit, Niedergeschlagenheit und einem Hang zur Einsamkeit, bei Schwäche des Denkvermögens, Schwindel, drückenden und pulsierenden Kopfschmerzen, wobei besonders in der Kreuz- und Lendengegend ein Gefühl von Schwere und Ermüdung vorherrscht mit krampfhaftem Schmerz links der Wirbelsäule bis zum Hüftkamm, nächtlichen Rückenschmerzen, Lähmigkeitsschmerz im gesamten Rücken und heftigen Schmerzen im rechten Hüftgelenk.

Helonias dioica eignet sich daher besonders bei Erschöpfungs- und Schwächezuständen des Nervensystems, bei Neurasthenie, aber auch bei Albuminurie verschiedener Genese sowie bei Diabetes mellitus, auch bei Nieren- und Blasenaffektionen mit Harnbeschwerden, Zystitis und Blasenschwäche (Causticum). Auch bei Amenorrhö ist der Kräftemangel vorherrschend.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Chamaelirium luteum die folgenden Hauptindikationen für Helonias dioica im Bundesanzeiger veröffentlicht: Nierenentzündung. Gebärmuttersenkung. Erschöpfungs- und Verstimmungszustände.