Coenzym A

Deutsche Stoffbezeichnung: CoA

Verwendet wird Coenzym A, C21H36N7O16P3S, MG 767,6.

Das Coenzym A besteht aus ADP und Pantetheinphosphat. Das Pantethein setzt sich aus Pantoinsäure, ß-Alanin und Cysteamin (mit einer energiereich gebundenen HS-Gruppe) zusammen. ß-Alanin (auch als Pantothensäure bekannt) gehört zu den Vitaminen der B-Gruppe. Das Coenzym A ist für zahlreiche Synthesen und wichtige Reaktionen des intermediären Stoffwechsels ein unerlässlicher Co-Faktor; zum Beispiel aktiviert das Coenzym A die Essigsäure zum Eintritt in den Zitronensäurezyklus. Die Fettsäuren sind nur in Form ihrer Coenzym A-Verbindung reaktionsfähig. Um die freie Essigsäure reaktionsfähig zu machen, muss sie unter Energieaufwand in die Coenzym A-Verbindung übergeführt werden, wozu ATP (Adenosintriphosphat) nötig ist. Andernteils kann die Bildung der aktivierten Essigsäure auch beim oxydativen Abbau der Brenztraubensäure und der Fettsäure direkt erfolgen, indem die Abspaltung des Azetylrestes unter Aufnahme von Coenzym A erfolgt, wozu die Energie für die Bildung des Azetylmerkaptans durch den Spaltungsvorgang selbst geliefert wird. Die Azetylübertragung durch das Coenzym A als grundlegende Reaktion des Intermediär-Stoffwechsels spielt bei vielen biochemischen Synthesen eine bedeutende Rolle, so zum Beispiel bei der Bildung des Azetylcholins aus Cholin und Azetat, dessen Synthese vom ATP abhängt. Die Essigsäure ist ein wichtiger Bestandteil aller möglichen Synthesen und wird durch Bindung an das Coenzym A reaktionsfähig gemacht. Die aktivierte Essigsäure ist ein an der HS-Gruppe azetyliertes Coenzym A.

Coenzym A kann daher zur Stimulierung von Enzymaktivitäten bei verschiedensten Phasen Verwendung finden, speziell bei zellulären Phasen mit Fermentschäden (iatrogene Pathologie) zum Beispiel bei Asthma, Leberschäden, Herzmuskel-Schäden sowie bei allen degenerativen Erkrankungen, speziell in Kombination mit geeigneten Antihomotoxischen Homöopathika.

Das Arzneimittelbild von Coenzym A wurde im Januar 1995 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Übereinstimmende Symptome mit der Materia Medica Antihomotoxica von Dr. H.-H. Reckeweg: Brustschmerz.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gemüt: Große mentale ‚Empfindlichkeit, die als Angst/Bangigkeit, Reizbarkeit und Ungeduld auf mentaler und emotioneller Ebene zu Tage tritt. Die Angst ist nachts schlimmer. wechselnde Stimmungen vom Gefühl von Euphorie zu Traurigkeit und Paranoia. Wahnvorstellung von Paranoia, Irresein, und Unfähigkeit, mit Freunden und geliebten Personen in Verbindung zu treten. Es besteht das Gefühl, die Zeit bewege sich sehr langsam.
  • Kopf: Kopfschmerzen, schlimmer während des Morgens und Nachmittags.
  • Augen: Intensives Jucken und allgemeine Reizbarkeit der Augen. Die Augen neigen zur Trockenheit. Verschwommenes Sehen.
  • Nase: Trockene Nase. Nasenstauung schlimmer morgens, nach dem Erwachen. Nasenbluten in Verbindung mit Stauung. Ausgeprägter Schnupfen. Niesen.
  • Mund: Große Trockenheit des Mundes, schlimmer abends. Erhöhter Speichelfluss. Ständiger Durst, trotz des Trinkens großer Wassermengen. Metallischer Geschmack im Mund. Stomatitis aphthosa.
  • Hals: Trockener, kratziger Hals. Halsentzündung, schlimmer tagsüber.
  • Magen: Gesteigerter Durst, besonders gesteigerter Durst nach kalten Getränken. Viele kleinere Gelüste nach Essen, einschließlich Schokolade, Eiern, Kartoffeln, Süßigkeiten und Gebratenem. Appetit sowohl gesteigert als auch vermindert.
  • Leib: Aufgetriebener Leib mit Völlegefühl und Blähungen. Allgemeine Leibschmerzen in Verbindung mit leichtem Verkrampfen. Aufstoßen schlimmer abends. Aufgeblähtsein schlimmer morgens.
  • Rektum: Weiche Stühle, schlimmer morgens. Regelmäßig auftretende Diarrhö.
  • Weibliche Genitalien: Frühes Einsetzen der Regelblutungen. Spätes Einsetzen der Regelblutungen. Fluss klumpig und dunkel. Klarer vaginaler Ausfluss.
  • Urin: Starker Geruch des Urins.
  • Brust: Schmerzhaftigkeit und Anschwellen der Brüste. Heftiger Schmerz im linken Brustkorb. Brustschmerzen schlimmer nachts und schlimmer bei Bewegung. Schmerzen besser durch Druck.
  • Rücken: Rückenschmerzen, schlimmer morgens. Steifheit des Nackens.
  • Extremitäten: Dumpfer Schmerz in den Gelenken. Scharfer Schmerz in beiden Hüften. Scharfer Schmerz im Fuß auf der linken Seite.
  • Haut: Trockene Haut.
  • Schlaf: Lebhafte und farbige Träume. Traum von Babys und Kindern. Träume von Kochen, Ins-Kino-Gehen, Leuten aus früheren Beziehungen. Träume von heißen Quellen und laufendem Wasser. Träume davon, im Ausland zu leben. Traum von Männern mit Tätowierungen. Unruhiger Schlaf.