Dactylopius coccus

Synonym: Coccus cacti

Deutsche Stoffbezeichnung: Cochenille-Laus

Verwendet wird die befruchtete, getrocknete weibliche Cochenille-Schildlaus Dactylopius coccus Costa/Coccidae, die in Mittelamerika, Peru, Algerien und Spanien auf Kakteen lebt, besonders auf Nopalea coccinellifera, Opuntia monacantha u.a.

Die Hauptindikationen sind: Nierenkoliken, Pyelitis, Nephrolithiasis. Pertussis mit zähem, strähnigem Schleim, besser in kalter Luft. Zusammenschnüren im Hals (Bulbärsyndrom, Sprachstörungen).

Typisch für Coccus cacti sind Keuchhusten-ähnliche Paroxysmen mit dickschleimigem, fadenziehendem Auswurf, wobei sich über den Lungen (strahlenförmig sich ausbreitende) Stiche und Druck finden mit Beengungsgefühl und einem Gefühl vermehrter Wärme in der Brust. Hitzeempfindung ist auch in der Mundschleimhaut vorhanden bei reiner, rauer und trockener Zunge.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Dactylopius coccus die folgenden Hauptindikationen für Coccus cacti im Bundesanzeiger veröffentlicht: Entzündungen des Nasen-Rachen-Raumes, der Atemwege. Gebärmutterblutungen. Nieren- und Nierensteinleiden.