Delphinium staphisagria

Synonym: Staphisagria

Deutsche Stoffbezeichnung: Stephanskörner

Verwendet werden die getrockneten, reifen Samen der in Südeuropa einheimischen Stammpflanze Delphinium staphisagria L./Ranunculaceae. Der Gehalt an Alkaloiden, berechnet als Delphinin (C33H45NO9, MG 599,7), entspricht den Anforderungen des gültigen HAB.

Die Hauptindikationen sind: Ärgerlichkeit, Empfindlichkeit. Zähne werden schwarz und bröckeln. Hunger bei vollem Magen, Verlangen nach Alkoholika. Hoden- und Ovarialneuralgien. Hüftschmerzen, die morgens aus dem Bett treiben. Zahnfleisch schwammig, blutend. Reizbare, unartige Kinder, werfen alles fort, wollen alles haben, schlagen die Eltern. Skorbut. Ekzeme der Kopfhaut. Haarausfall. Vaginismus. Hordeolum, Chalazion.

Folgen von Schnittverletzungen, daher auch bei postoperativer Darmlähmung und bei Gasbauch post operationem sowie bei Keloiden zu versuchen.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Delphinium staphisagria die folgenden Hauptindikationen für Staphisagria im Bundesanzeiger veröffentlicht: Hautausschläge. Entzündungen der Augen. Erkrankungen der Zähne. Verdauungsschwäche. Reizzustände an den ableitenden Harnwegen und den Geschlechtsorganen. Nervenschmerzen. Koliken. Schmerzen und Folgezustände nach Verletzungen und Operationen. Verhaltensstörungen und Verstimmungszustände.