Dioscorea villosa

Deutsche Stoffbezeichnung: Zottige Yamswurzel

Verwendet werden die frischen, nach der Blütezeit gesammelten, unterirdischen Teile von Dioscorea villosa L./Dioscoreaceae.

Die Hauptindikationen sind: Magen-Darm-Koliken. Aufstoßen großer Mengen geschmackloser Luft. Schmerz linker Oberbauch und zentral, an einer kleinen Stelle einsetzend und ausstrahlend, beim Essen beginnend, anhaltend. Dünne Stühle. Pankreatitis.

Der Verfasser hatte Gelegenheit, das Homöopathikum Dioscorea villosa zu prüfen, wobei er besonders durch die heftigen Magenschmerzen belästigt wurde, die jeweils während des Essens begannen und anhielten, so dass er sich stets nur halbsatt essen konnte.

Die Schmerzen waren links im Oberbauch lokalisiert und strahlten zur Mitte bis zum Herzen. Eine Besserung trat erst bei Aufrechtstehen ein. Der Schmerz konnte sich aber auch dem Brustbein entlang bis in die Arme hin erstrecken. Auch allgemeine Beschwerden im Darm, schlimmer beim Niederlegen, mit Poltern und Abgang vieler Blähungen sowie Koliken mit Neigung zum Zusammenkrümmen, besser beim Umhergehen, waren festzustellen.

Ein Hinweis auf Dioscorea villosa können auch Nierenkoliken sein, mit Schmerzen, die in die Extremitäten ausstrahlen.

Dioscorea ist außer bei Leber- und Gallenaffektionen, wobei es den Durchgang der Steine erleichtern soll, auch bei Gastralgien indiziert und bei Nierenkolik zu versuchen, ferner bei Diarrhö, welche morgens früh aus dem Bett treibt.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Dioscorea villosa die folgende Hauptindikation im Bundesanzeiger veröffentlicht: Koliken des Magen-Darm-Kanals.