Echinacea

Synonym: Echinacea angustifolia

Deutsche Stoffbezeichnung: Schmalblättriger Sonnenhut

Verwendet wird die frische, blühende, in Nordamerika einheimische Pflanze mit Wurzel von Echinacea angustifolia D. C./Compositae.

Die Hauptindikationen sind: Fieber, Sepsis, Entzündungen jeder Art.

Echinacea ist ein „internes Antiseptikum“ mit einer Wirkung auf das lymphatische System. Bei den umfangreichen Prüfungen (Fahnestock) fand sich als erstes Symptom ein beißendes, prickelndes Gefühl auf der Zunge, auf der Lippe und im Hals; ein Gefühl von Angst und Schmerz in der Herzgegend folgte. Anschließend traten Fiebersymptome mit Vollheitsgefühl im Kopfe, rotem Gesicht und schnellem Puls in Erscheinung. Dabei wurden von vielen Prüfern über Schwäche und über scharfe, neuralgische, hin- und herziehende Schmerzen geklagt sowie über Katarrh der Verdauungs- und Atmungsorgane mit kneifenden Leibschmerzen und Abgang übelriechender Gase und gelblicher dünner Stühle. Bei zwei Prüfern wurde eine Abnahme der roten Blutkörperchen festgestellt.

In Amerika wurde Echinacea früher nicht nur gegen typhöse Fieber, Diphtherie, bösartigen Scharlach, Karbunkel und Furunkel, sondern auch bei Schlangenbissen angewandt, während später auch die Indikationen Diarrhö, Cholera infantum, adynamische Fieberzustände, Appendizitis, Blutvergiftung, Puerperalfieber, Pyämie und Vergiftungen mit Rhus toxicodendron aufgenommen wurden.

Angewandt wurde Echinacea ferner gegen die üblen Folgen des Impfens bei Gangrän, Abszessen, Geschwüren skrofulöser oder luetischer Art, oder wenn im Verlauf akuter oder subakuter Krankheiten eine maligne Entartung einsetzt.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Echinacea die folgende Hauptindikation für Echinacea angustifolia im Bundesanzeiger veröffentlicht: Unterstützende Behandlung schwerer und fieberhafter Infektionen.