Glandula suprarenalis suis

Deutsche Stoffbezeichnung: Nebennieren-Gewebe (vom Schwein)

Verwendet werden die frischen Nebennieren eines gesunden Hausschweins (Sus scrofa domesticus) aus kontrollierter Aufzucht in homöopathischer Zubereitung (Organpräparat).

Hauptindikationen sind: Adynamie. Asthma bronchiale. Erschöpfungszustände. Morbus Addison und andere Erscheinungen der Nebennierenerschöpfung. Primär chronische Polyarthritis. Hypotonie. Vagotonie. Neurodermitis. Rhagaden. Colitis mucosa. Spasmophilie. Nach Verbrennungen. Geriatrikum.

Das Arzneimittelbild von Glandula suprarenalis suis wurde im Juli 1995 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Übereinstimmende Symptome mit der Materia Medica Antihomotoxica von Dr. H.-H. Reckeweg: Erschöpfungszustände, Schwäche.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gefühlslage: Reizbarkeit und Furcht. Furcht nachts und beim Aufwachen schlimmer. Furcht vor Fallen. Unduldsam. Ausbruch heftigen Zorns, Wunsch zuzuschlagen. Angst, schlimmer beim Aufwachen. Wahnvorstellung, sie schwebe in der Luft, Träume.
  • Allgemeines: Ohnmachtsgefühl und Schwäche, nachts schlimmer, schlimmer um 3 Uhr. Zittern, nachts schlimmer. Überdruss. Hat Verlangen nach warmer Milch. Hat Verlangen nach Speiseeis. Hat Verlangen nach Wurst und Hot Dogs.
  • Schwindel: Gefühl von Einschnürung am Kopf, als wäre er in einem Gummiband. Kopfschmerzen, schlimmer in der Stirn. Kopfschmerzen schlimmer bei Bewegung. Kopfschmerzen mit dem Gefühl, sie kämen blitzartig. Kopfschmerzen haben etwas Stechendes, Pochendes, Zusammenquetschendes an sich.
  • Auge: Schweregefühl der Augen und Lider. Brennende Augenschmerzen.
  • Ohr: Jucken der Ohren. Schmerzen in den Ohren.
  • Nase: Klare Absonderung. Dicke, zähklebrige Absonderung. Niesen. Empfindlich gegenüber starken Gerüchen.
  • Gesicht: Ausschlag. Furunkel am Kinn, Pusteln auf der Stirn. Spannung im Kiefer.
  • Mund: Prickelndes Gefühl im Mund und auf den Lippen. Geschwüre an der inneren Lippe.
  • Zähne: Zahnschmerzen, schlimmer in den Zähnen des Unterkiefers und schlimmer bei Druck.
  • Hals: Reibendes Gefühl im Hals.
  • Magen: Übelkeit, schlimmer bei Bewegung. Launischer Appetit. Leicht gesättigt, verminderter Appetit.
  • Leib: KRAMPFARTIGE LEIBSCHMERZEN, schlimmer morgens beim Aufwachen. Aufblähung mit Blähungen. Drückende Leibschmerzen. Darmglucksen.
  • Rektum: Schmerzen, schlimmer nach dem Stuhlgang. Verstopfung mit Flatus.
  • Stuhlgang: HÄUFIGER STUHLGANG. Weiche Stühle. Grüne bis grünlich schwarze Stühle. „Glitzernde“ Stühle.
  • Blase: Häufiger Drang zum Blasenentleeren. Urin hat einen starken Geruch.
  • Genitalien, weibliche: Schmerzhafte Regelblutungen. Verminderter Menstrualfluss. Gelbe Vaginalabsonderung.
  • Atmung: Atmungsschwierigkeiten.
  • Husten: Trockener Husten in Verbindung mit Niesen.
  • Brust: Herzklopfen. Brennende Schmerzen in der Brust.
  • Rücken: Rückenschmerzen schießen blitzartig den Rücken hinauf, vom Steißbein bis in den oberen Rückenbereich oder vom Nacken zum Kopf und zu den Schultern. Steifheit, schlimmer in der Lendengegend.
  • Extremitäten: Prickeln in den oberen Gliedmaßen. Steifheit und Schmerzen in der rechten Hüfte. Kalte Füße.
  • Schlaf: SEHR SCHLÄFRIG. Schläfrig nachmittags um 15 Uhr.
  • Schwitzen: Schwitzen während des Schlafs, das sie aus dem Schlaf weckt. Schweiß, der nach Pfirsichen riecht.
  • Haut: Riss in der Haut. Schmerzhafte Furunkel auf der Haut. Hitzegefühl und Entzündung der Haut.