Hepar suis

Deutsche Stoffbezeichnung: Leber-Gewebe (vom Schwein)

Verwendet wird die frische Leber eines Hausschweines (Sus scrofa domesticus L.) aus kontrollierter Aufzucht in homöopathischer Zubereitung (Organpräparat).

Leberschäden und mangelnde Leberentgiftung. Chronische Ekzeme. Neurodermitis. Psoriasis. Erythematodes. Porphyrie. Auch bei Dermatomykosen, Pemphigus und Kraurosis vulvae. Männliche Sterilität. Röntgenkater. Hypoglykämie. Anorexia nervosa. Als Zwischenmittel bei zellulären Phasen häufig indiziert.

Zur Anregung der entgiftenden Leberfunktion auch bei Arthrosis deformans und Periarthritis humeroscapularis indiziert.

Das Arzneimittelbild von Hepar suis wurde im September 1995 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gemütslage: REIZBAR, zornig und ängstlich. Misstrauisch. Herzklopfen und Magenschmerzen in Verbindung mit Angst. Mit allem unzufrieden. Ungeduldig und ruhelos, Gedanken überstürzen sich. Geräuschempfindlich. Mentale Fehler beim Schreiben und Lesen. Träume von Wasser und Eulen.
  • Allgemeines: Gesteigerte körperliche Energie, besonders beim Aufwachen. Verlangen nach Milch und Abneigung dagegen. Kein Durst.
  • Kopf: Dumpfe Kopfschmerzen, werden durch Kälte gebessert. Harter Ausschlag über dem Ohr. Völlegefühl im Kopf. Juckendes und kribbelndes Gefühl um den Kopf herum.
  • Auge: Drückende Schmerzen, schlimmer im rechten Auge. Empfindlich gegenüber Berührung.
  • Ohr: Völlegefühl in und unter den Ohren. Klingeln in den Ohren. Anhaltende Schmerzen, schlimmer im linken Ohr.
  • Nase: Blutandrang zur Nase mit Absonderung. Reichliche klare Absonderung, bisweilen dickflüssig und gelb. Niesen.
  • Gesicht: Ausschlag im Gesicht, Furunkel und Pusteln überall im Gesicht. Fettige Haut. Verstärktes Schwitzen. Jucken. Spannungen in Ober- und Unterkiefer.
  • Mund: Zunge mit weißem Belag. Trockenheit des Mundes. Schwellung im Zahnfleisch.
  • Zähne: Zähne empfindlich gegenüber Bürsten und Kaltem. Gefühl von Rauheit in den Zähnen.
  • Hals (innerer): Schmerzen im Hals. Entzündung der Mandeln mit weißem Exsudat. Weißer Belag der Mandeln. Gefühl, einen Fremdkörper im Hals zu haben. Vermehrter Schleim im Hals.
  • Hals (äußerer) Entzündung und Schwellung der Halslymphknoten.
  • Magen: ÜBELKEIT, hat aber dennoch Appetit auf Essen. Übelkeit verstärkt mit Blasenentleerung. Gesteigerter Appetit, besonders nachmittags. Gefühl von Leere im Magen, durch Essen nicht gemildert. Glucksen im Magen. Bitteres Aufstoßen. Blähungen.
  • Leib: Aufgeblähter Leib, besonders in Verbindung mit Blähungen. Leibschmerzen und Krämpfe. Krampfartige Schmerzen schlimmer um den Bauchnabel herum und in der Leistengegend.
  • Rektum: Verstopfung und Diarrhö.
  • Stuhlgang: Häufiger Stuhldrang. Wässeriger Stuhl.
  • Blase: Häufige Blasenentleerung mit verstärktem Drang.
  • Urin: Dunkelgelber Urin mit süßem Geruch.
  • Genitalien, weibliche: Juckender Ausschlag an der Schamlippe. Reichlicher Menstruationsfluss. Frühes Einsetzen der Regelblutungen.
  • Husten: Intensiver trockener Husten, als sei Schleim tief in der Brust. Gefühl von Einschnürung in der Brust.
  • Expektoration : Weißer Schleim.
  • Brust: Einschnürendes Gefühl in der Brust. Brennende, ziehende Schmerzen, schlimmer beim Husten. Herzklopfen, schlimmer nachmittags.
  • Rücken: Schmerzen und Steifheit überall im Rücken, von der Nackengegend bis in die Lendengegend. Ausschlag auf dem Rücken, besonders zwischen den Schulterblättern.
  • Extremitäten: Ausschlag auf der Hand. Stechende Schmerzen, schlimmer im Knie. Zittern in den Beinen.
  • Schlaf: Schläfrigkeit, besonders morgens. Wacht gegen Morgen ca. um 5 Uhr aus dem Schlaf auf. Liegt nach Mitternacht noch wach.
  • Haut: Ausschlag, papulös und fleckig. Pusteln. Ausschlag mit Jucken, muss gekratzt werden

.