Hydrargyrum bichloratum

Synonym: Mercurius sublimatus corrosivus

Deutsche Stoffbezeichnung: Quecksilber(II)-chlorid

Verwendet wird Quecksilber(II)-chlorid, HgCl2, MG 271,5. Der Gehalt entspricht den Anforderungen des gültigen HAB.

Charakteristische Quecksilberwirkung bei Angina tonsillaris, Schleimhautaffektionen, Speichelfluss, Ruhr, akuter Glomerulonephritis mit Albuminurie, Hämaturie, Darmtenesmen, Fließschnupfen, Leberleiden, Cholangitis, Keratitis, Iritis (!), Gingivitis, Gonorrhö, Lues I (neben Antibiotika). Grippe, Fluor albus bei Mädchen. Übelriechender Nachtschweiß. Frösteln, Gliederzittern, Gehirnerscheinungen, Angst, Ruhelosigkeit, starke, andauernde Erregungszustände. Unlöschbarer Durst.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Hydrargyrum bichloratum die folgenden Hauptindikationen für Mercurius sublimatus corrosivus im Bundesanzeiger veröffentlicht: Hochakute Schleimhautentzündung der Augen, der Mundhöhle, der Mandeln, des Dick- und Enddarmes, der Nieren, der ableitenden Harnwege, der Scheide.