Hydrargyrum sulfuratum rubrum

Synonym: Cinnabaris

Deutsche Stoffbezeichnung: Zinnober

Verwendet wird rotes Quecksilber(II)-sulfid, HgS, MG 232,7. Der Gehalt entspricht den Anforderungen des gültigen HAB.

Die Hauptindikationen sind: Polysinusitis mit übelriechenden Sekreten. Otitis externa. Alte Luesfälle mit Hauteruptionen (Pusteln, rötlichem Schorf). Schmerzen durch den Augapfel schießend und um den Augapfel herum.

Typisch für die Anwendung von Cinnabaris ist eine allgemeine Schmerzhaftigkeit der Schädelknochen und der Kopfhaut, selbst der Haare bei Berührung.

Die plötzlich auftauchenden Schmerzen in verschiedenen Körpergegenden in Form von Stichen und reißenden Schmerzen seitlich der Wirbelsäule, in der Rücken- und Lendengegend, ebenso in den Armnerven, schmerzhaftes Zucken im Unterschenkel, nachts aus dem Schlaf weckend, mit Druck- und Taubheitsempfindungen im Fuß, weisen auf vertebragene Bedingtheit hin.

Früher wurde Cinnabaris häufig bei syphilitischer Genese eingesetzt.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Hydrargyrum sulfuratum rubrum die folgenden Hauptindikationen für Cinnabaris im Bundesanzeiger veröffentlicht: Eitrige Bindehaut- und Nasennebenhöhlenentzündung. Harnröhren- und Vorhautentzündung. Warzen.