Hypericum perforatum

Deutsche Stoffbezeichnung: Johanniskraut

Verwendet wird die ganze frische, zur Zeit der Blüte gesammelte, sehr häufig auf Wiesen, Triften und in lichten Wäldern in Europa und Mittelasien vorkommende Stammpflanze: Hypericum perforatum L./Guttiferae (Hypericaceae).

Die Hauptindikationen sind: Nerven und Gehirnverletzungen. Osteochondrose mit Empfindlichkeit der Zervikalwirbel. Strangurie bei Zystitis. Metritis, Vaginitis, Kolpitis. Geruch verfeinert. Trockenheit der Nasenschleimhäute. Hypericum = „Arnica der Nerven“ (nach Dr. Schlegel/Lindau).

Hypericum ist besonders angezeigt nach Stichverletzungen und Nervenirritationen, nicht nur nach Verletzungen, sondern auch bei Veränderungen der Statik der Wirbelsäule, wenn Nerven aufgrund einer Fehlhaltung gequetscht oder gedrückt werden (in den Foramina intervertebrales), bei den Beschwerden aufgrund einer Osteochondrose.

Jedoch auch psychische Alterationen, Aufregungen mit nachfolgender Abspannung, Mattigkeit, Zittern und ungewöhnlichem Durst sowie krampfenden Beschwerden liegen im Arzneimittelbild von Hypericum.

Hinweisen auf das Mittel kann ein Symptom „als ob der Kopf vergrößert sei“ (ähnlich Paris quadrifolia).

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Hypericum perforatum die folgenden Hauptindikationen für Hypericum im Bundesanzeiger veröffentlicht: Verletzungen des peripheren oder zentralen Nervensystems. Verstimmungszustände. Gehirngefäßverkalkung. Asthma.