Silybum marianum

Synonym: Carduus marianus

Deutsche Stoffbezeichnung: Mariendistel

Verwendet werden die reifen, getrockneten, vom Pappus befreiten Früchte von Silybum marianum (L.) GAERTN./Compositae. Der Gehalt an Sylmarin, berechnet als Silybin (C25H22O10, MG 482,4) entspricht den Anforderungen des gültigen HAB.

Die Gesamt-Symptomatologie von Carduus marianus ist auf fieberhafte und fieberlose Affektionen der Leber eingestellt mit Durchfall oder Verstopfung, ebenso bei Ikterus, Gallensteinkoliken und als Zusatzmittel auch bei Aszites.

Empirisch ist auch Carduus marianus bewährt bei Husten mit Seitenstichen, bei Affektionen der Pleura und des Peritoneums sowie bei Kongestivzuständen und abnormen Blutungen des Uterus.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Silybum marianum die folgenden Hauptindikationen für Carduus marianus im Bundesanzeiger veröffentlicht: Leber-Galle-Erkrankungen. Hämorrhoiden und Krampfaderleiden. Rheumatismus der Schulter, der Hüfte.