Histaminum

Synonym: Histaminicum

Deutsche Stoffbezeichnung: Histamin

Verwendet wird Histamin, 2-(4-Imidazolyl)ethylamin, C5H9N3, MG 111,15 in homöopathischer Zubereitung (homöopathisiertes Allopathikum).

In Anbetracht der Funktion des Histamins bei Inflammationsphasen (Entzündungen), wobei das Histamin für die Initialphase der Entzündung eine entscheidende Bedeutung besitzt, indem die feinen Gefäße erweitert werden und eine „Exsudation von Plasma in das Gewebe“ erfolgt mit den konsekutiven Erscheinungen von Dolor, Tumor, Calor, Rubor, wird Histamin besonders dann biologisch gefährlich, wenn derartige Entzündungen durch Chemotherapeutika unterdrückt werden und das Histamin nun nicht mehr die im Ablauf der Entzündung vorgesehene Entgiftung erfahren kann. Es kann dann im Sinne der Allergie (Allos ergos = andere Wirkung, nämlich von Histamin an anderen Geweben eines anderen Keimblattes) wirksam werden, indem sich an völlig anderen Orten andere Erscheinungen ausbilden, die anscheinend mit der vorher aufgetretenen Entzündung nicht das Geringste zu tun haben, in Wirklichkeit aber nur die Verschiebung der Giftlage (Histamin) in eine andere Phase sind.

Bei ungestörtem, natürlichem Ablauf der Entzündung (bzw. bei Beschleunigung dieses Ablaufes durch Biotherapeutika, Homöopathika usw.) ist mit einer solchen progressiven Vikariation nicht zu rechnen, da das Histamin im ungestörten Ablauf oder bei biologischer (und speziell bei homöopathischer) Behandlung entgiftet wird und mit den Ausscheidungsprodukten den Körper verlässt. Hierüber wird eingehend in der entsprechenden Literatur berichtet. Die Zusammenhänge können hier nur angedeutet werden.

Die Hauptindikationen sind: Imprägnationsphasen und Rückvergiftungen jeder Art. Allergische Erkrankungen. Asthma bronchiale. Rhinitis vasomotorica. Ekzeme und Dermatosen. Neurodermitis. Pemphigus. Pyodermien. Furunkel und Karbunkel. Angina pectoris. Ulcus ventriculi et duodeni. Brandwunden. Nach Quetschungen, Frakturen, Gewebszertrümmerung und psychischen Traumen. Häufig als Zwischenmittel bei allen zellulären Phasen indiziert, eventuell in Kombination mit den intermediären Säuren des Zitronensäurezyklus und anderen intermediären Katalysatoren.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Histaminum die folgenden Hauptindikationen für Histamin im Bundesanzeiger veröffentlicht: Allergische Haut- und Schleimhauterkrankungen. Niedriger Blutdruck. Herzbeschwerden.