Staphylococcus-Nosode

Deutsche Stoffbezeichnung: Staphylokokken-Nosode

Verwendet wird eine Mischkultur aus Staph. epidermidis, Staph. haemolyticus, Staph. simulans aa (107 KBE/g) sterilisiert (DSM, jeweils Typstamm). Auch als Staphylococcinum bezeichnet.

Die Hauptindikationen sind: Wird nicht nur bei chronischen Erkrankungen benötigt, bei welchen sich Staphylokokken finden, zum Beispiel bei Furunkeln, Impetigo, Blepharitis, Chalazion. Hordeolum, ebenso auch bei Osteomyelitis, Panaritium, eventuell auch bei perinephritischen Phlegmonen, bösartigen Staphylokokkeninfektionen im Gesicht, Akne vulgaris et conglobata, Thrombophlebitiden, eventuell auch bei Anthrax (Julian), sondern auch bei retoxischen Phasen, die auf Schädigungen durch Staphylokokkengifte beruhen, zum Beispiel Autoaggressionskrankheiten jeder Art, bei welchen Staphylokokken im Spiel waren, bei welchen sich also in der Anamnese die oben genannten Erkrankungen finden. Die Staphylokokken-Nosode kann daher auch mit guter Wirkung eingesetzt werden bei Myokardschädigungen, Nephritis, Leberschädigungen, Bindegewebsschädigungen (evtl. auch bei Adipositas), sowie bei Schilddrüsenerkrankungen. Besonders gut wirksam in Verbindung mit Streptococcus haemolyticus und Pyrogenium.

Das Arzneimittelbild von Staphylococcus wurde im September 1996 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gemütslage: Verlust des Orientierungssinns oder vergisst, wohin sie geht. TRÄUME. Traum von Insekten. Bizarrer Traum, sie sei ein Mann. Träume, dass ich starb. Angstvolle Träume. Fühlt sich emotionell in der Falle oder gequält. Amouröse Gedanken. Lacht viel. Weint über Hoffnungslosigkeit der Zukunft. Desorientiert, vergisst ihre Gedanken, während sie schreibt, und verlegt Dinge.
  • Allgemeines: Hitzewallungen. Hat Verlangen nach Erdnussbutter und Schokoladenplätzchen. Empfindet Gier nach stark gewürztem Essen. Übererregt, wie Aufgeregtsein von Koffein.
  • Kopf: Pulsierende pochende Schmerzen in den Schläfen, insbesondere Empfindlichkeit in der rechten Schläfe. Stoßende Schmerzen im Hinterkopf. Schmerzen in der Stirn wie Druck oder Schmerzen an der Seite, so als explodiere der Kopf. Dumpf. Schmerzen über den Augenbrauen. Zusammenschnürende Schmerzen an den Schläfen.
  • Auge: Lider schwer und empfindlich. Zucken im rechten Auge. Ausschlag auf den Augenlidern.
  • Ohr: Ableitung aus dem Ohr. Klingelnde Geräusche.
  • Nase: ABSONDERUNGEN. Trockenes Niesen. Klarer Schnupfen. Nasenabsonderung hört auf. Allergiesymptome von Ansammlung von Absonderung, die aus den hinteren Nasenlöchern tröpfelt, und dickflüssiger Katarrh, bei dem die Nase schnell frei wird.
  • Gesicht: Kribbelndes Gefühl auf der linken Gesichtshälfte. Lippen aufgesprungen. Fieberbläschen auf der Oberlippe.
  • Mund: Sehr trocken, selbst bei vermehrter Wasseraufnahme. Wund an der Seite, auf der Zungenspitze oder an der Wange. Zunge fühlt sich wund an.
  • Geschmack: Saurer Geschmack im Mund zusammen mit Kopfschmerzen.
  • Hals: Morgens dickflüssiger gelblich-grüner Schleim. Empfindliche Schmerzen rechts schlimmer durch Schlucken.
  • Äußerer Hals: Muskeln steif und empfindlich. Lymphknoten an der Seite des Halses angeschwollen.
  • Magen: Extremer Durst selbst bei vermehrter Wasseraufnahme. Hungergefühl. Nervöser Magen, der schwach ist.
  • Leib: KRAMPFARTIGE SCHMERZEN. Krampfartige Schmerzen im Unterleib vor Diarrhö. Diarrhö nach dem Essen. Scharfe krampfartige Schmerzen von Flatus an den Seiten. Exantheme auf dem Leib und um die Taille herum.
  • Rektum: Unkontrollierbare Diarrhö oder wirkungsloser Stuhldrang. Wässerige Diarrhö. Blähungen vor dem Stuhlgang und während des Stuhlgangs. Blähungen den ganzen Tag über. Hartnäckiger Stuhlgang.
  • Stuhlgang: Langgeformter, dunkler und hartnäckiger Stuhlgang. Dünnflüssige Diarrhö, die wässerig ist. Explosiver Stuhlgang. Häufiger Stuhlgang.
  • Blase: Verlangen nach Blasenentleerung, aber unfähig dazu. Plötzliches Verlangen nach Blasenentleerung mit Tröpfeln.
  • Genitalien, weibliche : Regelblutungen zu lang.
  • Atmung: Fällt schwer durch Zusammenziehen der Brust und Engegefühl.
  • Brust: Steifes und zusammengezogenes Gefühl, das das Atmen schwierig macht. Prickeln in der Lunge. Rotes Exanthem über dem Schlüsselbein und auf dem Nacken.
  • Rücken: Empfindlichkeit am Steißbein und im sakroiliakalen Bereich vermindert.
  • Extremitäten: Engegefühl im linken Bizeps und Steifheit im Ellbogen und in der rechten Schulter. Zittern in der Hand. ANHALTENDE SCHMERZEN. Beim Ausstrecken des Arms dumpfes Stechen im rechten Handgelenk. Stechen und Empfindlichkeit in der rechten Schulter und in den Oberschenkelmuskeln.
  • Schlaf: Schläft früh, leicht und ohne Schwierigkeit ein. Unruhiger Schlaf mit plötzlichem Aufschrecken. Wacht früh auf.