Adenosinum-3',5'-cyclophosphoricum

Deutsche Stoffbezeichnung: Zyklisches Adenosinmonophosphat, cAMP

Verwendet wird Cyclo-AMP, C10H12N5O6P, MG 329,2.

cAMP ist als bedeutungsvoller intrazellulärer Steuerungsfaktor bekannt geworden, bei dessen Produktion (in der Zellmembran auf Reize hin, die u.a. vom umgebenden Bindegewebe ausgehen) die Zelldifferenzierung erfolgt und sonstige hormonelle Reize übertragen werden. cAMP steht im Antagonismus zu cGMP (cyclisches Guanidinmonophosphat), durch welch letzteres eventuell das undifferenzierte Zellwachstum gefördert werden könnte, das heißt die Krebsbildung. Die Krebszelle ist – außer durch die Atmungsstörung und Mutation – durch ein unbeschränktes Wachstum nicht differenzierter Zellen (ohne die sonst üblichen Hemmfaktoren) gekennzeichnet.

Angewendet wird cAMP hauptsächlich zur stimulativen Reaktivierung bei Fermentblockaden (Zellmembranfermente wie Adenylatzyklase) bei zellulären Phasen, Therapieschäden, versuchsweise bei Viruskrankheiten sowie als Zusatztherapie bei Neoplasien.

Zweckmäßigerweise werden Injektionen verabfolgt, und zwar je mehr die Phase rechts des biologischen Schnittes orientiert ist, um so höhere Potenzen, zum Beispiel bei Neoplasien D30 und D20, bei Entzündungen (Inflammationsphasen) die D6 oder D8, während die D12 eine Mittelpotenz darstellt, die auch bei Neoplasien indiziert sein kann.

Das Arzneimittelbild von Adenosinmonophosphat (cAMP) wurde im Juni 1996 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gemütslage: Seelenqual. Nägelbeißen. Mangel an Vertrauen. TRÄUME lebhaft, werden erinnert, zahlreich, von Skorpionen oder von Arbeit. Die Zeit vergeht zu langsam.
  • Allgemeines: Gesteigerte Energie. Überdruss am Nachmittag oder vor Eintritt der Regelblutungen. Viel Verlangen und heftige Begierde nach Essen: Getreide, Eier, Speiseeis, angebranntes Fleisch, Milch, Orangen, Kartoffeln und Fleischsoße, Würste und Süßigkeiten. Vor Eintritt der Regelblutungen Abneigung gegen Fleisch. Verschlimmert durch Tabak.
  • Kopf: Haare fallen aus, oder Empfindlichkeit der Kopfhaut beim Waschen. Schweregefühl des Kopfes. Einschnürende Kopfschmerzen, wie ein Band. Schmerzen dehnen sich zum Kiefer oder Nacken aus. Schmerzen an kleinen Stellen. Schmerzen beim Aufwachen. Schmerzen in der Stirn, im Hinterkopf oder am Scheitel. Verschiedenartige Schmerzen, DUMPF, nach innen drückend oder pochend. Linksseitige Kopfschmerzen hinter dem Auge.
  • Auge: Klebrige Augenabsonderungen morgens beim Aufwachen.
  • Ohr: Blitzartige Schmerzen im rechten Ohr. Kitzeln im linken Ohr beim Liegen.
  • Nase: Schnupfen. Wässerige Absonderung am Morgen. Trockenheit in der Nase, muss die Nase putzen. Niesen in kalter Luft ist vermindert. [Geheilt.]
  • Gesicht: Aufgesprungene und rissige Lippen. Pusteln auf der Nase und Exanthem am Kinn. Stechende Schmerzen in den Wangenknochen um das linke Auge herum.
  • Mund: Aphten auf Zahnfleisch oder Zunge.
  • Geschmack: Wasser schmeckt bitter oder metallisch.
  • Zähne: Schneidezähne oder Zähne auf der rechten Seite empfindlich gegenüber Luft oder Kaltem.
  • Hals: Brennende oder empfindliche Schmerzen beim Aufwachen. Prickeln zu den Ohren hinauf.
  • Magen: Glucksen, Magenknurrren und Wühlen, als müsste er/sie sich erbrechen. Flatusbewegung. Übelkeit nach Essen oder Stuhlgang. Abends Durst.
  • Leib: Empfindlich gegenüber Kleidung wegen Aufblähung. Flatulenz. Auftreibung durch Flatus. Glucksen oder Kollern beim Liegen. Krampfartige Schmerzen nach Mitternacht oder vor Eintreten der Regelblutungen. Schneidende oder stechende Schmerzen in der Oberbauchgegend oder in den unteren Quadranten.
  • Rektum: Verstopfung mit Pressen, oder schwieriger Stuhlgang. Diarrhö mit Krämpfen. Flatus vor oder während des Stuhlgangs. Schmerzen, die krampfartig sind oder während des Stuhlgangs auftreten.
  • Stuhlgang: Stuhl in Form von länglichen Kügelchen. Blut in Streifen oder Flecken. Dunkel. Häufig. Hart, weich oder wässerig. Klein, lang oder nach Fisch riechend.
  • Blase: Schweregefühl im Becken während der Blasenentleerung. Schmerzen stechend oder brennend während der Blasenentleerung. Häufiger Harndrang mit geringer Urinausscheidung. Unwillkürlicher Harnabgang beim Lachen.
  • Harnröhre: Schmerzen während der Blasenentleerung.
  • Urin: Dunkle Farbe. Starker Geruch.
  • Genitalien, weibliche: Häufige Regelblutungen. Vaginales Jucken während der Regelblutungen. Ausfluss übelriechend, blutig, übermäßig oder schleimig. Dunkles Menstruationsblut oder hell oder übelriechend. Schmerzen während der Regelblutungen. Regelblutungen spärlich und zu kurz.
  • Atmung: Seit mehreren Wochen kein Schnarchen. [Geheilt.]
  • Brust: Knacken im ganzen Brustbein. Exanthem auf der Brust und im Gesicht. Scharfer Geruch in Achselhöhle. Vor Einsetzen der Regelblutungen schmerzen die Brüste und sind angeschwollen.
  • Rücken: SCHMERZ ist anhaltend im Kreuzbein, in der Kreuzgegend oder vor Einsetzen der Regelblutungen. Spannung im Nacken besser durch Reiben.
  • Extremitäten: Trockenheit der Haut verursacht Aufspringen an Fingern und Fersen. Krämpfe in der rechten oder linken Wade. Anhaltende Schmerzen auf dem rechten Handrücken.
  • Schlaf: Einschlafschwierigkeiten. Aufwachen durch Träume oder Wärme. Schläfrigkeit am Nachmittag. Schlafen auf dem Bauch. Verbesserter Schlaf und weniger Probleme mit dem Einschlafen. [Geheilt.]
  • Haut: Trockenheit der Haut verursacht Aufspringen an Fingern und Fersen.