Bacterium coli-Nosode

Synonym: Colibacillinum-Nosode

Deutsche Stoffbezeichnung: Escherichia coli-Nosode

Verwendet werden sterilisierte Kulturen von Escherichia coli (107KBE/g) in homöopathischer Zubereitung (Nosode).

Müdigkeit. Körperliche und geistige Erschöpfbarkeit. Anwendung falscher Worte. Gedächtnisverlust für letzte Ereignisse. Furchtsamkeit und Unentschlossenheit, häufig verbunden mit Meteorismus. Frösteln nach dem Essen. Zunge weiß-gelblich belegt mit rotem Strich in der Mitte. Auch bei Urintenesmen und trübem, übelriechenden Urin. Verschlimmerung durch feuchte Kälte. Julian weist auf gute Wirkungen bei Salpingitis, Zystitis, Nierensteinen, Cholangitis und bei depressiven Psychosen hin.

Auch bei chronischer Adnexitis zu interponieren.

Besonders indiziert nach Antibiotika und bei Antibiotikaschäden.

Das Arzneimittelbild von Bacterium coli wurde im Juni 1995 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Übereinstimmende Symptome mit der Materia Medica Antihomotoxica von Dr. H.-H. Reckeweg: Körperliche und geistige Erschöpfung, Gedächtnisverlust, Furchtsamkeit und Unentschlossenheit, Flatulenz und Meteorismus.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

Gemütslage: Dumpfheit. Verwirrung, morgens schlimmer. Mangel an Selbstvertrauen. Furcht, besonders an engen Orten.

  • Allgemeines: Gesteigerte Energie. Gefühl von Stärke. Verlangen und Abneigung hinsichtlich derselben Speisen. Mangel an Vitalität, aber gebessert durch Wärme.
  • Schwindel: Schwindel mit Übelkeit, Schwindel gebessert durch Augenschließen.
  • Kopf: Schweregefühl im Kopf. Hitzegefühl im Kopf, schlimmer am Nachmittag. Prickeln. Drückende Kopfschmerzen.
  • Auge: Schleimabsonderung aus dem Auge. Jucken. Tränenfluss. Lichtempfindlichkeit. Veränderungen beim Farbsinn.
  • Ohr: Anhaltende Schmerzen im linken Ohr. Verschlossenes und verstopftes Gefühl im Ohr. Beeinträchtigtes Hören mit Undeutlichkeit von Geräuschen.
  • Nase: Brennende Schmerzen in der Nase, schlimmer beim Einatmen. Absonderung von grünem Schleim. Blutiger Schleim.
  • Gesicht: Ausschlag. Furunkel in der Nase. Pusteln auf Nase, Kinn und an Unterkiefer. Trockenheit des Gesichts.
  • Mund: Weißer Belag auf der Zunge. Trockenes Gefühl im Mund. Bitterer, kreidiger Geschmack im Mund. Metallischer Geschmack im Mund.
  • Zähne: Schmerzende Backenzähne. Zähne sehr empfindlich gegenüber Kaltem.
  • Hals: Reibende Schmerzen im Hals, schlimmer beim Sprechen. Schleim im Hals. Schwellung in den Halslymphknoten.
  • Magen: Verminderter Appetit. Übelkeit, schlimmer am Nachmittag und Abend. Schlimmer nach dem Essen. Übelkeit verbunden mit Herzklopfen. Brennende Magenschmerzen gebessert durch Hinlegen.
  • Leib: Aufgeblähtsein, begleitet von Blähungen. Glucksen.
  • Rektum: Vermehrter Flatus, geruchlos. Verstopfung.
  • Stuhlgang: Blutige Stellen an den Stühlen. Orangefarbene Stühle. Stühle in harten Stücken.
  • Blase: Häufige Blasenentleerung. Schmerzen in der Blase. Urin riecht moderig.
  • Genitalien, weibliche: Blutige vaginale Absonderung, die anfangs, mit Einsetzen der Regelblutungen, nicht vorlag. Krampfartige Beckenschmerzen. Gesteigertes sexuelles Verlangen. Häufige Regelblutungen.
  • Brust: Empfindlichkeit in der Brust, schlimmer nahe den Brüsten. Herzklopfen morgens beim Aufwachen.
  • Rücken: Anhaltende, krampfartige Schmerzen im Rücken, schlimmer in der Lenden- und Nackengegend.
  • Extremitäten: Jucken der unteren Gliedmaßen, besonders des rechten Fußes. Anschwellen des Fußes. Schmerzen und Empfindlichkeit der rechten Hüfte.
  • Schlaf: Unruhiger Schlaf mit häufigem Lagewechsel. Schlaf hat nicht erfrischt.
  • Haut: Ausschlag. Ausschlag an einzelnen Stellen. Schmerzhafter Ausschlag. Jucken nicht gemildert durch Kratzen.