Barium oxalsuccinicum

Deutsche Stoffbezeichnung: Bariumoxalsuccinat

Verwendet wird das Barium-Salz der Oxalbernsteinsäure, Barium-Oxalsuccinat, (C6H3O7)2 Ba3, MG 786,14.

Das Bariumsalz der Oxalbernsteinsäure greift besonders an mesenchymalen Strukturen an und bessert die Funktion des Zitronensäurezyklus und von Redoxsystemen auf. Indikationen sind Imprägnationsphasen jeder Art, Dyskrasien, Asthma, Pruritus, Dermatosen, Psoriasis, Präkanzerose und Dedifferenzierungsphasen. Wirkt regenerierend auf die Zellatmung.

Baryum oxalsuccinicum soll auch vor zu hohem Cholesteringehalt des Blutes schützen und hat günstigen Einfluss auf Debilität. Es ist besonders in der Pubertät und im Klimakterium indiziert.

Günstige Kombinationen ergeben sich mit Hypophysis suis, Testis suis, Ovarium suis, Cerebrum suis, ferner mit Hydrastis, Lachesis, Kalium carbonicum, Calcium carbonicum, Agaricus, Petroleum und Thuja.

Typisch ist der hochrote Kopf, zum Beispiel nach Apoplexie, verbunden mit Schwindel bei jeder Bewegung, eventuell Ohrensausen, Benommenheit, Kopfschmerz auf dem Scheitel, schlimmer bei Wärme und Besserung in frischer Luft.

Chronische Katarrhe und Asthma bronchiale mit Dyspnoe. Lungenkrebs mit Stauungen zum Kopf. Trockenheit der Nasenschleimhaut mit harten Borken. Nasenpolypen. Geruchsvermögen herabgesetzt. Im Kindesalter oft Kurzsichtigkeit. Chronische Blepharitis und steinharte Gerstenkörner. Dick verklebte Augenlider. Schielen. Augenmuskellähmungen. Schwerhörigkeit und Ohrensausen. Ohrenschmalzverhärtungen. Bei allen Ohrenerkrankungen im Kindesalter indiziert.

Kinder sind sehr ungeschickt und zeigen keine ausreichende Koordination der einzelnen Bewegungen. Pastöse Schulkinder zeigen Intelligenzdefekte. Ältere Patienten entwickeln religiöse Psychosen.

Dauerüberlastung der Verdauungsorgane, da die Baryum oxalsuccinicum-Patienten meist starke Esser sind. Nierenkoliken können eventuell rasch nach Baryum oxalsuccinicum abklingen. Auch günstige Wirkungen auf Prostatakarzinom, Blasenkrebs, Nephrosen und Urämie mit Kopfschmerzen und Erbrechen sind beobachtet.

Übelriechender Fluor albus. Feminines Wesen in der männlichen Pubertät mit Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale (Brüste) und Fettansatz um Hüften und Oberschenkel bei Kindern mit zurückbleibender Intelligenz.

Durchblutungsstörungen der Extremitäten mit blau-roten Flecken und Brennschmerz. Frostbeulen. Leicht nässende, rissige Ekzeme oder Knötchen mit Exsudat. Akne vulgaris et rosacea. Rhagaden und Fissuren. Weiße Flecken der Fingernägel.

Auch zu versuchen bei Psoriasis mit juckenden und schmerzenden handtellergroßen Effloreszenzen, auch bei schlecht heilenden Knochenbrüchen. Hervorstehende Schneidezähne.

Das Arzneimittelbild von Barium oxalsuccinicum wurde im September 1996 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wesentlichen Eigenschaften dieses Arzneimittels zeigten sich bei den weiblichen Teilnehmern an dieser Arzneimittelprüfung auf emotionaler Ebene. Die Frauen empfanden eine Zunahme an Selbstvertrauen und Selbstachtung. Sie waren weniger betroffen durch traurige und sensible Geschichten. Bei mehreren weiblichen Patienten zeigte sich eine beträchtliche Wirkung auf ihren Menstruationszyklus.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung von Dr. Riley waren:

  • Gemütslage: Zorn morgens beim Aufwachen. Angst um Gesundheit oder in Erwartung einer Prüfung. Konzentrationsschwierigkeiten und schlechte Auffassungsgabe bei der Arbeit oder Konfusion besonders bei Zahlen. Gesteigertes Selbstvertrauen bei Frauen. Selbsttäuschung, sie sei geistreicher und schicker als andere, obwohl sie weiß, dass das nicht stimmt. Sie hat mehr Selbstachtung. Träume von Vergewaltigung, Alpträume oder logische Handlung in Träumen. Traurigkeit und empfindsam bei traurigen Geschichten. Weinen. Amouröse Gedanken. Neigung zum Suizid. Wunsch, Klavier zu spielen. Nachdenken über die Vergangenheit und über Freunde.
  • Allgemeines: Verminderte Energie und Müdigkeit. Hat Verlangen nach körperlicher Bewegung. Abneigung gegen Süßigkeiten, oder hat Verlangen nach Süßigkeiten. Gieriges Verlangen nach kalten Getränken oder nach kalter Milch. Essenswünsche sind auf Melonen und Gewürze gerichtet.
  • Kopf: Haare fühlen sich steif an. Kopfschmerzen beim Aufwachen. Schmerzen im Hinterkopf, hinter den Augen oder an der Basis lokalisiert. Drückende Schmerzen hinter den Augen.
  • Auge: Rotes blutunterlaufenes und entzündetes Auge. Reizung. Gelbe Absonderung auf den Wimpern. Schwellung.
  • Nase: Nasenbluten, besonders linksseitig. Niesen.
  • Gesicht: Rissige oder trockene Lippen. Trockene Lippen. Röte und Abschuppung von Haut an den Seiten der Nase.
  • Mund: Tagsüber Trockenheit.
  • Zähne: Anhaltender Schmerz in den unteren Zähnen. Untere Zähne empfindlich gegenüber Heißem oder Kaltem.
  • Hals: Gefühl von Kloß. Freiwerden.
  • Äußerer Hals: Enge oder Spannung.
  • Magen: Appetit aufgrund von Verstopfung vermindert oder gesteigert. Aufstoßen. Übelkeit morgens beim Aufwachen. Magenverstimmung, gefolgt von Erbrechen in der Nacht. Durst.
  • Leib: Aufgeblähtsein in Nabelgegend. Völlegefühl mit Gefühl von Schwere. Chronische Blähungsschmerzen beim Nabel. [Geheilt.] Linksseitige stechende Schmerzen. Krampfartige Schmerzen fehlen vor Regelblutungen. [Geheilt.]
  • Rektum: Verstopfung ohne Drang oder Pressen. Blut an den Stühlen. Morgens oder nach Stuhlgang Jucken.
  • Stuhlgang: Wie Murmeln oder zuerst hart, dann Diarrhö. Zäh und von süßlichem Geruch. Gelber Schleim mit Stuhl vermischt. Häufig. Blutströpfchen am Stuhl.
  • Genitalien, weibliche: Regelblutungen eine Woche früher und schmerzhafte Krämpfe. Schmierblutung vor den Regelblutungen. Anfangs braunes Blut. Kräftiger Fluss. Kurze Regelblutungen. Gesteigertes sexuelles Verlangen.
  • Brust: Druck auf der Brust bei tiefem Atmen. Gefühl, Herz rotiert.
  • Rücken: Anhaltende Rückenschmerzen beim Aufwachen. Schmerzen in der Lendengegend, im Kreuz.
  • Extremitäten: Ausschlag zwischen den Fingern. Braun verfärbter Nagel am großen Zeh. Fußschweiß. Empfindlichkeit unter Kniescheibe.
  • Schwitzen: Übelriechend.
  • Haut: Trocken oder juckend. Haut fühlt sich feucht an. Jucken an Hand, Armen und unterhalb des Nackens.