Clematis recta

Deutsche Stoffbezeichnung: Aufrechte Waldrebe

Verwendet werden die frischen, oberirdischen, blühenden Teile der auf sonnigen Hügeln und in lichten Gebüschen Mittel- und Südeuropas vorkommenden Stammpflanze: Clematis recta L./Ranunculaceae.

Die Hauptindikationen sind: Chronische Blasenreizung, Nachträufeln. Prostatahypertrophie. Epididymitis. Leistendrüsen geschwollen. Strictura urethrae. Gichtknoten. Nässende, vesikulöse Ekzeme. Ausschlag am Hinterkopf, heftiges Jucken.

Auf Clematis kann die Schmerzhaftigkeit der Harnröhre bei äußerem Druck hinweisen, ebenso eine krampfhafte Verengung und Zusammenziehen der Harnröhre mit eitrigem Ausfluss (Urethritis), Harntenesmen und Schmerzen beim Urinieren (Cantharis), wobei auch das Urinieren stoßweise und in Absätzen erfolgt und der Harn unwillkürlich nachträufelt.

Typisch ist ferner eine große Empfindlichkeit gegen kühle Luft, besonders auch beim Entkleiden des Körpers. Pustulöse, sehr empfindliche und durch brennende und stechende Schmerzen charakterisierte Ausschläge und Pusteln gehen vielfach mit entzündlichen Anschwellungen der benachbarten Lymphknoten einher, wobei auch die Drüsenläppchen unter der Brustwarze verhärtet sein können.

Kommission-D-Monographie

Die Aufbereitungskommission D hat in ihrer Monographie Clematis recta die folgenden Hauptindikationen für Clematis im Bundesanzeiger veröffentlicht: Hautausschläge. Lymphdrüsenschwellung. Lid- und Bindehautentzündung. Entzündung der Harnblase, der Harnröhre, der Hoden, der Brustdrüse.