Natrium riboflavinum phosphoricum

Synonym: Riboflavinum-5-phosphat Natrium

Deutsche Stoffbezeichnung: Vitamin B2

Verwendet wird Riboflavin (Vitamin B2). Die Einzelsubstanz entspricht den Anforderungen des gültigen Arzneibuchs.

Aufgrund der Homotoxinforschungen ist erwiesen, dass die Homöopathika fermentaktive Stimulatoren sind. Krankheit ist Kampf gegen Gifte oder der Ausdruck einer Giftschädigung, was sich in den sechs Phasen von giftbedingten Krankheiten äußert (Tabelle der Homotoxikosen mit den sechs homotoxischen Phasen): Ausscheidungsabschnitte oder Exkretionsphasen, welche sämtlichen physiologischen Ausscheidungen über die Gewebe der drei Keimblätter entsprechen, Reaktionsphasen oder Antwortabschnitte, welche allen Entzündungen auf den Geweben der drei Keimblätter entsprechen und als die Antwort der körperlichen Abwehrsysteme (System der Großen Abwehr) auf die Einwirkung eines Giftes hin angesehen werden müssen. Entzündungen bzw. Reaktionsphasen dienen dazu, über die sich im Bindegewebe abspielenden Abwehrreaktionen Gifte abzubinden und auszuscheiden als Eiter, Schleim etc.

Depositionsphasen sind Ablagerungen von bereits zu ungiftigen Homotoxonen gekoppelten Homotoxinen, womit sich der Organismus in den ersten drei Phasen der Homotoxine entledigt hätte.

Nunmehr folgen die drei zellulären Phasen, welche durch Giftschädigungen an Zellstrukturen gekennzeichnet sind, nämlich die Imprägnationsphasen, als Eindringungsabschnitte von Giften in die Zellen selbst charakterisiert, ferner die Degenerationsphasen oder Entartungsabschnitte, bei denen Zellfermente oder sogar Gen-Fak-toren mehr oder weniger irreversibel geschädigt sind, und schließlich die Dedifferenzierungsphasen, die als Krebsphasen auf die Wirkung von Krebsgiften (Kanzerogenen) entstanden sind.

Die Homöopathika wirken nun im Sinne des Umkehreffektes (Arndt-Schulz) und des von Hahnemann entdeckten Simile-Prinzips als gegengiftspezifische Stimulantien. Dem Organismus wird mit dem Homöopathikum eine dem ursprünglichen Krankheitsgift ähnliche Substanz gereicht, welche selbst ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen kann. Daher ist es erforderlich, diese stimulativ wirkenden Reiztherapeutika zu verdünnen, damit die allgemeine „Giftlage“ nicht noch verstärkt wird. Mit der Verdünnung beziehungsweise Potenzierung durch Verschüttelung oder Verreibung erfolgt eine erhebliche Oberflächenvergrößerung, wodurch die gewissermaßen „eingravierten“ Effekte des verwandten Gegengiftes noch deutlicher zum Ausdruck kommen, ähnlich wie man mit einem Block Eisen nicht viel anfangen kann, aber durch Auswalzen und Vergrößerung der Oberfläche die unglaublichsten Gegenstände und Strukturen fertigen kann (Maschinen, Fahrräder usw.).

Ähnlich also ist es mit den Homöopathika, welche gewisse Schlüsselfunktionen in Fermentumsetzungen besitzen. Vielfach verläuft der Mechanismus über immunologische Reaktionen, besonders bei Anwendung von Organ-Präparaten und Nosoden, eventuell auch über Induktion von Fermenten mittels Darreichung hochverdünnter Endprodukte, die möglicherweise als Co-Repressoren wirken, besonders bei zellulär geschädigten Organen.

Vielfach können regenerierend wirkende Fermentaktivitäten deshalb nicht in Wirkung treten, weil entsprechende Coenzyme fehlen, unter anderem auch Spurenelemente, insbesondere aber Vitamine, da diese im großen Umfang die Funktionen von Coenzymen übernehmen.

Besonders wirkungsvoll ist die Darreichung von Vitamin-Zubereitungen in Kombinationspräparaten, in welchen auch noch sonstige Fermentstimulatoren wie intermediäre Katalysatoren (Zitronensäurezyklus, Chinone u.a.) sowie Spurenelemente (Mangan, Magnesium, Cerium u.a.), aber auch eventuell Krankheitsabscheidungen (Nosoden) in höherer Potenz enthalten sind, welche wahrscheinlich als Co-Repressoren wirken, so dass aus der Gesamtwirkung des Präparates ein massiver kombinierter Regenerationseffekt resultiert, der mit isolierten Einzelmitteln niemals erreicht werden kann und durch welche Entwicklung der Homöopathie auch neue Wege in der Behandlung der sonst für eine homöopathische Reiztherapie als aussichtslos erscheinenden zellulären Phasen eröffnet sind, speziell von Degenerationsphasen und auch von Dedifferenzierungsphasen.

Dabei ergeben sich Verdünnungen der Vitamine, welche zwischen der 3. und etwa der 6. bis 8. Dezimalpotenz liegen, wie ja überhaupt die Erforschung der Vitamine mit dem früher scheinbar unausrottbaren Vorurteil aufgeräumt hat, dass wenig nicht viel wirken könne. Es kommt bei der Darreichung homöopathisch aktiver Substanzen im Sinne der Gegengiftwirkung nicht darauf an, wieviel verabfolgt wird, sondern darauf, dass das richtige Antihomotoxikum, also der gegengiftspezifische Wirkfaktor zur Anwendung kommt. Bei den zellulären Phasen (rechts des Biologischen Schnittes), also bei den meist chronischen Krankheiten, die als schwere Leiden bekannt sind, reicht ein Einzelmittel meist nicht aus, wenn es auch zwischendurch durchaus gelegentlich indiziert sein und viel Nutzen stiften kann, jedoch muss einer durch viele Vorschädigungen langsam immer schwerwiegender gewordenen Giftlage auch eine kombinierte Gegengiftverordnung entgegengesetzt werden, was durch die Erfahrungen mit den homöopathisch-antihomotoxisch wirkenden Kombinationspräparaten, die zum Teil auch Vitamine enthalten, eine hervorragende Bestätigung erfahren hat.

Das Arzneimittelbild von Riboflavinum (Vitamin B2) wurde im September 1996 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wichtigsten Symptome aus der Arzneimittelbildprüfung waren:

  • Gemütslage: Versunken. Ängstlich. Kühnheit. Konzentrationsschwierigkeiten mit Schwindel oder besonders beim Lernen. Träume amouröser Art, davon, mit Messer geschnitten zu werden, seltsame oder schreckerregende Träume, die zum Aufwachen führen, Dumpfheit. Heimwehkrank und den Freunden entfremdet. Hastig bei der Arbeit, oder Zeit vergeht zu langsam. Reizbar gegenüber Familie und Kindern. Empfindlich und still. Sentimental und weinerlich. Klarheit des Geistes.
  • Allgemeines: Gesteigerte oder verminderte Energie. Überdruss. Hitzewallungen wie inneres Fieber. Gefühl von Hitze oder Kälte. Grippe. Muskelentspannung. Schwäche im Stehen und Zittern vor Hunger. Hat Verlangen nach Milch oder Joghurt, oder hat Abneigung gegen Milch. Hat Verlangen nach sauren Getränken oder Joghurt. Hat Verlangen nach kaltem oder warmem Getränk.
  • Schwindel: Ohnmachtsähnlich.
  • Kopf: Hitzewallungen in Kopf und Beinen. Kopfschmerzen wie Schweregefühl in den Schläfen. Gefühl von Leichtigkeit. Dumpfe Schmerzen in Hinterkopf und Scheitel. Lanzinierende Schmerzen. Schmerzen in der Stirn hinter den Augen oder über den Augen. Schmerzen in Stirn, Hinterkopf, Schläfen und Scheitel. Durchbohrende oder drückende Schmerzen.
  • Auge: Anhaltende Schmerzen schlimmer durch Sonnenlicht oder Bewegung. Lichtempfindlichkeit. Starrt, während er/sie sich entspannt. Gelbgrüner Schleim in den inneren Augenwinkeln.
  • Sehvermögen: Scheint klarer.
  • Ohr: Stechen im Ohr. Zysten hinter dem Ohr.
  • Nase: Sickern aus den Nebenhöhlen oder Freiwerden der Nebenhöhlen. Blutige Absonderung aus einer Seite. Absonderungen, die dünnflüssig, wässerig und reichlich oder dickflüssig, klar oder gelb sind, wund machen. Trockenheit im Inneren. Niesen.
  • Gesicht: Trockenheit der Lippen. Hitzewallungen. Schwitzen auf Oberlippe. Jucken. Aufgedunsenes Gesicht morgens nach dem Aufwachen.
  • Mund: Aphthen auf der Unterlippe. Ausgedörrt. Zunge grau belegt.
  • Geschmack: Metallisch im oberen Teil des Mundes. Sauer.
  • Zähne : Zuckende Schmerzen in den oberen Backenzähnen rechts. Empfindlich gegenüber Kaltem mit Gefühlen wie von Stromstoß besonders beim Einatmen. Schmerzen in den unteren Backenzähnen links.
  • Hals: Trockenheit. Gefühl von Kloß mit Angst. Dickflüssiger Schleim im Hals. Schmerzen, die brennend oder kratzend sind. Freiwerden.
  • Äußerer Hals: Empfindlichkeit oder Anschwellen von Drüsen. Exanthem an der Vorderseite und an den Seiten des Nackens.
  • Magen: Appetit vermindert oder gesteigert. Übelkeit besonders nach dem Essen. Magenknurren. Durstlosigkeit oder Durst.
  • Leib: Empfindlich gegenüber Kleidung. Verhärtetes Gefühl. Schmerzhafte Blähungen. Gefühl von Kloß im Dickdarm. Schmerzen. Krampfartige Schmerzen mit Diarrhö. Scharfe Schmerzen von Blähungen, die zum Aufwachen führen, oder den Tag über. Lanzinierende Schmerzen in der linken Unterrippengegend. Schmerzen empfindlicher, stechender oder krampfhafter Art. Kollern.
  • Rektum: Diarrhö. Flatus. Drang.
  • Stuhlgang: Durchfall mit unverdauten Speisen. Wässerig. Harte Stücke oder Kugeln. Häufig, weich, heiß, ätzend und kleingeformt.
  • Blase: Anhaltende oder drückende Schmerzen vor der Blasenentleerung. Schmerzhafter und plötzlicher Drang.
  • Genitalien, männliche: Vermindertes sexuelles Verlangen.
  • Genitalien, weibliche: Ausschlag von Pusteln oder auf Schamlippe. Jucken. Schmerzhafte menstruelle Krämpfe wie Wehen oder kein Verkrampfen. Lange andauernde Regelblutungen.
  • Sprechen und Stimme: Heiserkeit oder Rauheit.
  • Husten: Juckender oder kratzender Husten. Husten vom Magen her.
  • Brust: Jucken der Brustwarzen. Beklemmungsgefühl mit Angst. Stechen oder Empfindlichkeit in der Achselhöhle. Herzklopfen mit Herzrasen und hartem Herzschlag. Anschwellen der Achsellymphknoten.
  • Rücken: Schmerzen, die anhaltend oder lanzinierend sind. Krämpfe in der Nackengegend und Brustwirbelsäulengegend. Steifheit in der Nackengegend. Schmerzen entlang der Wirbelsäule.
  • Extremitäten: Verkrampfen in der rechten Wade, in den Oberschenkeln, Fingergelenken, im Handgelenk oder in der Fußsohle. Scharfe Schmerzen im Fußballen, aber wie ein Krampf. Keine Beinkrämpfe nach Alkoholkonsum, was charakteristisch in ihrer Familie ist. [Geheilt.] Exantheme am linken Handgelenk und Unterarm. Pusteln auf der Rückseite des linken Beins. Hitzewallungen, die es erforderlich machen, den Fuß aufzudecken. Anschwellen von Füßen und Beinen. Schwäche in Bein und Wade beim Aufstehen, wie von einem Muskelrelaxans. STECHEN in Ellbogen, Fingergelenken, Kniescheibe, Handgelenk. Empfindlichkeit in Bein oder Handgelenk.
  • Schlaf: Schläft auf dem Rücken. Unruhig. Schläfrigkeit besonders nachmittags. Wacht häufig oder durch Träume auf.
  • Schwitzen: Bei Angst.
  • Haut: Trockenheit zwischen Fingern oder an den Händen.