Pyridoxinum hydrochloricum

Deutsche Stoffbezeichnung: Vitamin B6

Verwendet wird Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6). Die Einzelsubstanz entspricht den Anforderungen des gültigen Arzneibuchs.

Aufgrund der Homotoxinforschungen ist erwiesen, dass die Homöopathika fermentaktive Stimulatoren sind. Krankheit ist Kampf gegen Gifte oder der Ausdruck einer Giftschädigung, was sich in den sechs Phasen von giftbedingten Krankheiten äußert (Tabelle der Homotoxikosen mit den sechs homotoxischen Phasen): Ausscheidungsabschnitte oder Exkretionsphasen, welche sämtlichen physiologischen Ausscheidungen über die Gewebe der drei Keimblätter entsprechen, Reaktionsphasen oder Antwortabschnitte, welche allen Entzündungen auf den Geweben der drei Keimblätter entsprechen und als die Antwort der körperlichen Abwehrsysteme (System der Großen Abwehr) auf die Einwirkung eines Giftes hin angesehen werden müssen. Entzündungen bzw. Reaktionsphasen dienen dazu, über die sich im Bindegewebe abspielenden Abwehrreaktionen Gifte abzubinden und auszuscheiden als Eiter, Schleim etc.

Depositionsphasen sind Ablagerungen von bereits zu ungiftigen Homotoxonen gekoppelten Homotoxinen, womit sich der Organismus in den ersten drei Phasen der Homotoxine entledigt hätte.

Nunmehr folgen die drei zellulären Phasen, welche durch Giftschädigungen an Zellstrukturen gekennzeichnet sind, nämlich die Imprägnationsphasen, als Eindringungsabschnitte von Giften in die Zellen selbst charakterisiert, ferner die Degenerationsphasen oder Entartungsabschnitte, bei denen Zellfermente oder sogar Gen-Fak-toren mehr oder weniger irreversibel geschädigt sind, und schließlich die Dedifferenzierungsphasen, die als Krebsphasen auf die Wirkung von Krebsgiften (Kanzerogenen) entstanden sind.

Die Homöopathika wirken nun im Sinne des Umkehreffektes (Arndt-Schulz) und des von Hahnemann entdeckten Simile-Prinzips als gegengiftspezifische Stimulantien. Dem Organismus wird mit dem Homöopathikum eine dem ursprünglichen Krankheitsgift ähnliche Substanz gereicht, welche selbst ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen kann. Daher ist es erforderlich, diese stimulativ wirkenden Reiztherapeutika zu verdünnen, damit die allgemeine „Giftlage“ nicht noch verstärkt wird. Mit der Verdünnung beziehungsweise Potenzierung durch Verschüttelung oder Verreibung erfolgt eine erhebliche Oberflächenvergrößerung, wodurch die gewissermaßen „eingravierten“ Effekte des verwandten Gegengiftes noch deutlicher zum Ausdruck kommen, ähnlich wie man mit einem Block Eisen nicht viel anfangen kann, aber durch Auswalzen und Vergrößerung der Oberfläche die unglaublichsten Gegenstände und Strukturen fertigen kann (Maschinen, Fahrräder usw.).

Ähnlich also ist es mit den Homöopathika, welche gewisse Schlüsselfunktionen in Fermentumsetzungen besitzen. Vielfach verläuft der Mechanismus über immunologische Reaktionen, besonders bei Anwendung von Organ-Präparaten und Nosoden, eventuell auch über Induktion von Fermenten mittels Darreichung hochverdünnter Endprodukte, die möglicherweise als Co-Repressoren wirken, besonders bei zellulär geschädigten Organen.

Vielfach können regenerierend wirkende Fermentaktivitäten deshalb nicht in Wirkung treten, weil entsprechende Coenzyme fehlen, unter anderem auch Spurenelemente, insbesondere aber Vitamine, da diese im großen Umfang die Funktionen von Coenzymen übernehmen.

Besonders wirkungsvoll ist die Darreichung von Vitamin-Zubereitungen in Kombinationspräparaten, in welchen auch noch sonstige Fermentstimulatoren wie intermediäre Katalysatoren (Zitronensäurezyklus, Chinone u.a.) sowie Spurenelemente (Mangan, Magnesium, Cerium u.a.), aber auch eventuell Krankheitsabscheidungen (Nosoden) in höherer Potenz enthalten sind, welche wahrscheinlich als Co-Repressoren wirken, so dass aus der Gesamtwirkung des Präparates ein massiver kombinierter Regenerationseffekt resultiert, der mit isolierten Einzelmitteln niemals erreicht werden kann und durch welche Entwicklung der Homöopathie auch neue Wege in der Behandlung der sonst für eine homöopathische Reiztherapie als aussichtslos erscheinenden zellulären Phasen eröffnet sind, speziell von Degenerationsphasen und auch von Dedifferenzierungsphasen.

Dabei ergeben sich Verdünnungen der Vitamine, welche zwischen der 3. und etwa der 6. bis 8. Dezimalpotenz liegen, wie ja überhaupt die Erforschung der Vitamine mit dem früher scheinbar unausrottbaren Vorurteil aufgeräumt hat, dass wenig nicht viel wirken könne. Es kommt bei der Darreichung homöopathisch aktiver Substanzen im Sinne der Gegengiftwirkung nicht darauf an, wieviel verabfolgt wird, sondern darauf, dass das richtige Antihomotoxikum, also der gegengiftspezifische Wirkfaktor zur Anwendung kommt. Bei den zellulären Phasen (rechts des Biologischen Schnittes), also bei den meist chronischen Krankheiten, die als schwere Leiden bekannt sind, reicht ein Einzelmittel meist nicht aus, wenn es auch zwischendurch durchaus gelegentlich indiziert sein und viel Nutzen stiften kann, jedoch muss einer durch viele Vorschädigungen langsam immer schwerwiegender gewordenen Giftlage auch eine kombinierte Gegengiftverordnung entgegengesetzt werden, was durch die Erfahrungen mit den homöopathisch-antihomotoxisch wirkenden Kombinationspräparaten, die zum Teil auch Vitamine enthalten, eine hervorragende Bestätigung erfahren hat.

Das Arzneimittelbild von Pyridoxinum hydrochloricum (Vitamin B6) wurde im September 1996 von Dr. med. David Riley, Santa Fé (New Mexico), USA, erstellt.

Die wichtigsten Symptome der Arzneimittelbildprüfung waren:

  • Gemütslage: Versunken. Ruhelose Aktivität. Angst mit einem Gefühl von Eile oder Ruhelosigkeit. Euphorisch durch Erregbarkeit. Apathisch und entspannt. Konzentrationsschwierigkeiten, als wäre er/sie betrunken beziehungsweise berauscht. Träume von Katastrophen, wie einer Flut, von der Familie, von Freunden aus früheren Zeiten, Töten, durch wilde Tiere Verfolgtwerden, Hexen und Friedenschließen. Weint während des Träumens. Dumpfer Geist, besonders beim Lesen. Vergesslich in Bezug auf Zeit und Pläne. Schwaches Gedächtnis für Gehörtes.
  • Allgemeines: Kältegefühl im Bett. Gesteigerte Energie am Nachmittag. Hat Verlangen nach milden Speisen. Hitzewallungen nachmittags. Schweregefühl. Ruhelosigkeit und gesteigerte körperliche Reizbarkeit. Abgeschlagenheit und Trägheit zusammen mit Schläfrigkeit. Empfindliche Schmerzen überall am Körper. Prickeln. Schwäche.
  • Schwindel: Von Bewegung.
  • Kopf: Gefühllosigkeit in der Stirn, die sich die Nase hinunter ausbreitet. Beim Aufwachen enges Gefühl, wie von einer Kappe, mit Erkältung. Prickeln. Morgens Schmerzen in der Stirn. Schmerzen in der linken Schläfe. Pochende Schmerzen in den Schläfen oder im Hinterkopf an der Gehirnbasis. Nebenhöhlenschmerzen oder Besserung seiner normalen Nebenhöhlenbeschwerden.
  • Auge: Bluterguss im linken Auge mit Jucken, Trockenheit und Wundheit in den inneren Augenwinkeln. Ziehende Schmerzen während Schnupfen. Schmerzen bei Rechtsbewegung der Augen. Müdes Gefühl und schweres Gefühl der Augenlider mit dem Bedürfnis, die Augen zu reiben.
  • Ohr: Stechen im linken Ohr. Schmerzen im rechten Ohr beim Schlucken. Gestautes oder verstopftes Gefühl im Gehörgang.
  • Nase: Blutansammlung in der Nase oder klare und reichliche Absonderung. Absonderung aus der linken Seite oder aus den hinteren Nasenlöchern. Schnupfen, der sich zum Hals, zu den Stirnhöhlen oder zu den hinteren Nasenlöchern ausdehnt. Jucken im Inneren. Dumpfheit in der Stirn, die sich die Nase hinunter ausdehnt. Schmerzen in den Oberkieferhöhlen. Niesen.
  • Gesicht: Gesicht und Stirn fühlen sich bei Berührung heiß an. Wangen sind empfindlich gegenüber Temperaturwechseln. Anhaltende Kieferschmerzen.
  • Mund: Jucken am Gaumen.
  • Zähne: Dumpfe Schmerzen in den rechten oberen Backenzähnen.
  • Hals: Trockenheit. Eingeschnürtes Gefühl hinter dem Adamsapfel und kratziges Gefühl. Brennende Schmerzen von Tröpfeln aus den hinteren Nasenhöhlen besser von warmen Getränken. Wundheit des Halses beim Husten.
  • Magen: Heißhunger. Aufgeblähtsein am Abend. Übelkeit mit Diarrhö oder während der Nacht. Nagendes leeres Gefühl besser durch Essen.
  • Leib: Krampfartige Schmerzen nach dem Essen oder nach dem Trinken heißer Getränke. Krampfartige Schmerzen gefolgt von Diarrhö. Schmerzen beim Aufwachen. Kollern.
  • Rektum: Diarrhö. Juckreiz. After fühlt sich wund und voll Blasen an, was schmerzhaften Stuhlgang verursacht.
  • Stuhlgang: Häufig. Dünn oder wässerig. Übermäßig. Gelb.
  • Genitalien, weibliche: Dickflüssiger weißer Ausfluss. Krampfartige Schmerzen in der Gebärmutter vor den Regelblutungen oder während der Regelblutungen, besser durch Wärme. Gesteigertes sexuelles Verlangen.
  • Husten: Wacht hustend auf. Schleim in der Brust.
  • Expektoration: Dickflüssig und gelb, schwer abzuhusten.
  • Brust: Hitzegefühl im oberen Brustbein. Drückende Schmerzen auf der linken Seite oder auf dem Brustbein. Keine Empfindlichkeit oder Völle der Brüste während der Regelblutungen. Rasendes Gefühl in der Herzgegend.
  • Rücken: Hitzewallungen, die sich zur Nackengegend ausdehnen. Hitzegefühl in der Nierengegend und in der Lendengegend.
  • Extremitäten: Den ganzen Tag über heiß und kalt. Anhaltende Schmerzen oder Krämpfe im Oberarm. Brennende Schmerzen auf der Oberseite des Handgelenks.
  • Schlaf: Leichter Schlaf während der Nacht.
  • Schwitzen: Überall am Körper.
  • Haut: Empfindlich gegenüber Temperaturwechsel.